Jazz at Berlin Philharmonic XVIII: Jazz Goes Baroque
CD / Vinyl (LP, 180g) / digital
Bernd Lhotzky harpsichord and musical director Emile Parisien soprano saxophone Frédéric Couderc flutes Henning Sieverts double bass and violoncello Eric Schaefer drums
Der Pianist Bernd Lhotzky baut mit seiner Musik Brücken zwischen Historie und Gegenwart - und das immer wieder auf neue Weise. Seine beiden letzten Alben für ACT hätten unterschiedlicher kaum sein können. Das Solo-Piano-Album Rag Bag (2024) spannt einen weiten Bogen über mehr als 100 Jahre Jazzgeschichte und erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Lhotzky für seine „brillante Pianistik“ sowie seine „spielerische Leichtigkeit und Stilgefühl“ lobte. Auf dem Vorgänger As An Unperfect Actor (2021) vertonte Lhotzky Shakespeare-Sonette. Die von ihm komponierte und arrangierte Musik wurde von der Band "Quadro Nuevo" und der österreichischen Schauspielerin Birgit Minichmayr interpretiert. Das Projekt war bei Kritik und Publikum gleichermaßen bemerkenswert erfolgreich.Jazz Goes Baroque ist wieder etwas ganz anderes. Es ist die Live-Aufnahme eines besonderen Konzerts, das in doppelter Hinsicht Anlass zum Feiern bot. Zum einen war es die fünfzigste Ausgabe der von ACT-Gründer Siggi Loch kuratierten und äußerst erfolgreichen Reihe Jazz at Berlin Philharmonic. Zum anderen erinnerte es an einen von Lochs frühesten Erfolgen als noch junger Plattenproduzent: George Gruntz’ Jazz Goes Baroque aus dem Jahr 1964. Es war das erste Album des Schweizer Pianisten unter eigenem Namen und ebnete den Weg für eine einzigartige und bemerkenswerte Karriere im Jazz.Sechs Jahrzehnte später stellte Bernd Lhotzky ein Programm zusammen, das der Originalaufnahme von 1964 Tribut zollt, sich zugleich aber deutlich von ihr löst. Als musikalischer Leiter entwickelte er dafür eigene Arrangements und Kompositionen, die historische Vorlagen nicht lediglich in ein Jazzidiom übertragen, sondern neu deuten und weiterdenken. Und wie Gruntz auf der Originalaufnahme leitet Lhotzky den Abend nicht vom Piano, sondern vom Cembalo aus.Auch die hochkarätige Besetzung der Neuinterpretation knüpft an jene Gruppe an, die in den 1960er-Jahren Jazz Goes Baroque aufgenommen hatte. Zentraler Solist war damals der Saxofonist Klaus Doldinger, der später zu einer Schlüsselfigur des Jazz aus Deutschland werden sollte. In der Fassung des Jahres 2025 steht eine aktuelle Schlüsselfigur des europäischen Jazz im Mittelpunkt: der französische Sopransaxofonist Emile Parisien. Außerdem dabei: Der französische Flötist und Saxofonist Frédéric Couderc, dessen Virtuosität und stilistische Beweglichkeit zu den Überraschungen des Abends zählen, der Bassist und Cellist Henning Sieverts, in dessen Spiel sich Jazz und klassische Tradition auf ganz natürliche Weise begegnen, sowie der unendlich einfallsreiche Eric Schaefer am Schlagzeug.Bernd Lhotzky, der vor allem für seine umfassende Kenntnis des frühen Jazz bekannt ist, hat eine ganz eigene Vision davon, wofür Barockmusik steht und was geschieht, wenn Barock und Jazz aufeinandertreffen. Ausgangspunkt seiner Arrangements sind oft sehr persönliche musikalische Entdeckungen. In einer Melodie Bernardo Pasquinis hört er die Stimme Sidney Bechets, ein Satz von Händel erinnert ihn an die weitgespannten Bögen eines Brahms. Hinter einem scheinbar mühelos dahinfließenden Satz Vivaldis entdeckt er ein raffiniertes Zahlenspiel – und einen durchtriebenen Wachtelkönig, der seine Spuren sorgfältig verwischt. Bei Couperin wird aus einem Stolpern eine tödliche Chute fatale, bei Pachelbel ein seit Jahrhunderten im Kreis laufendes Ostinato zu einem Wesen, das jammervoll nach Freiheit schreit. Es sind weniger stilhistorische Beobachtungen als lebendige Bilder, aus denen die Arrangements entstehen – und die den Werken eine unerwartete Gegenwärtigkeit verleihen.Für Bernd Lhotzky liegt die Nähe von Barock und Jazz in ihrer gemeinsamen Lust an der Variation. Sequenzen, Ostinati und wiederkehrende Muster schaffen einen tragfähigen Rahmen, in dem sich Musiker verständigen und frei bewegen können. „Man hört, was sich im Gespräch am Gartenzaun zeigt, im lebhaften Austausch auf dem Markt, im herzlichen Dialog des Alltags.“ Monteverdi lud Musiker dazu ein, über einem Basso continuo zu improvisieren – mehrere Jahrhunderte, bevor die Jam-Session erfunden wurde. Für Lhotzky begegnen sich Jazz und Barock deshalb nicht als Gegensätze, sondern als Verwandte. Der Jazz verleiht dem Barock neue rhythmische Energie und improvisatorische Weite. Der Barock schenkt dem Jazz historische Tiefe, kontrapunktische Dichte und üppig-florale Formen.
Das Ideal europäischer Harmonie ist ein weiterer Leitgedanke der Gruppe, die in der Berliner Philharmonie spielte. Lhotzky beschreibt sie in seinen Liner Notes als „zwei Bläser französischer Herkunft und eine deutsche Rhythmusgruppe, glücklich vereint in der Musik“. So ist Jazz Goes Baroque auch eine Reflexion darüber, welchen Weg der europäische Jazz zurückgelegt hat. Indem es die Hörerinnen und Hörer dazu anregt, zurückzugehen und sich das Ursprungs-Album aus dem Jahr 1964 anzuhören, erinnert die Fassung von 2026 daran, wie der europäische Jazz im Laufe von sechs Jahrzehnten seine eigene Sprache, sein Erbe und seine Charaktere entwickelt hat. ACT war und ist ein wichtiger Teil dieser Geschichte - und Bernd Lhotzky hat ein weiteres überraschendes, brillant umgesetztes und freudvolles Kapitel darin geschrieben.CreditsAll arrangements by Bernd Lhotzky Live recorded on 25 September 2025 at the Berlin Philharmonie Recorded by Klaus Scheuermann Mixed and mastered by Klaus ScheuermannProduced by Siggi Loch Cover art by Edi Rama, Untitled, 2016 Courtesy of Marian Goodman Gallery Design by Siggi Loch
Limitierte Testpressungen des Albums von Julia Hülsmann Trio & Roger Cicero.Album:
Past is Present -
Good Morning MidnightVÖ: 17.07.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
past is present | Julia Hülsmann Trio & Roger CiceroEine kuratierte Vinyl-Serie von ACT Music, in der die Vergangenheit zur Gegenwart wird. Zeitlose Aufnahmen, die nicht nur weiterleben, sondern im Hier und Jetzt neu erlebbar werden.Album-Meilensteine erstmals auf VinylExklusiv kuratiert von ACTLimitiert auf 1.000 Exemplare, alle handnummeriertRe-mastered für VinylHochwertige 180g Pressung, Schwarze Vinyl, LackfolienschnittEigens für diese Ausgabe verfasste Liner Notes
inklusive Obi-Strip aus Premium-Kunstdruckpapier für Sammlerindividuell gestaltete Labels inspiriert vom Original-Artwork Gestaltete Innenhülle als erzählerisches Kernelement des Albums gedruckt auf 180g Sulfatkarton past is present ist ACTs kuratiertes Eintauchen in den reichen Katalog des Labels: herausragende Aufnahmen, die auf hochwertigem Vinyl neu in den Fokus rücken. Es sind Alben, deren Bedeutung nichts eingebüßt hat – sie sprechen bis heute mit Klarheit und emotionaler Kraft. Sorgfältig als Teil des musikalischen Erbes von ACT ausgewählt, erscheint jeder Titel entweder erstmals auf Vinyl oder in einer neu gemasterten Edition – für höchstmögliche Klangtreue, im Geist der ursprünglichen künstlerischen Vision. Jede Veröffentlichung der Reihe ist als limitierte, handnummerierte Sammleredition angelegt – für Hörer, die Klang und Objekt gleichermaßen schätzen. Das originale Cover-Artwork bleibt erhalten und wird durch eine veredelte Ausstattung gehoben: ein eigens gestalteter Obi-Strip, neu in Auftrag gegebene Liner Notes, individuell gestaltete Labels und eine eigens gestaltete Innenhülle – alles Teil einer stimmigen Reihen-Identität und eines Premium-Vinyl-Erlebnisses. Good Morning Midnight (2006) beschließt Julia Hülsmanns ACT-Trilogie, in der sie Lyrik und Jazz zusammenführte – nach E. E. Cummings und Randy Newman diesmal gewidmet Emily Dickinson, die zu Lebzeiten nahezu unbekannt blieb und heute als eine der bedeutendsten Dichterinnen Amerikas gilt. Für die damals noch wenig bekannte Pianistin markierte die Reihe den Schritt in eine größere Öffentlichkeit und den Auftakt einer international hochgeschätzten Laufbahn. Für den Sänger Roger Cicero war das Album ein wichtiger Schritt ins Rampenlicht – kurz darauf wurde er in Deutschland zum Popstar, bevor sein einzigartiger Weg 2016 mit nur 45 Jahren abrupt endete. Größer könnten die Kontraste kaum sein: urban geprägter Jazz auf der einen Seite, auf der anderen die Worte einer Dichterin, die ihr Leben zurückgezogen im ländlichen Massachusetts verbrachte. Doch Jazz wirkt hier weniger als Stil denn als Vokabular, das scheinbar ferne Welten verbindet. Getragen von Hülsmanns Trio mit Marc Muellbauer und Heinrich Köbberling, ergänzt um dezente Elektronik, Bandoneon und Bläser, findet Cicero einen Ton zwischen Neugier und Zweifel, Übermut und Innenschau – „So etwas habe ich noch nie gesungen.“ Ein weiter Bogen zwischen Lyrik und Jazz, zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert – und eine Erinnerung daran, dass neue Musik nicht nur in der Gegenwart zu finden ist, sondern auch in der Vergangenheit.
Limitierte Testpressungen des Albums von Little North.Album: Crossing CurrentsVÖ: 26.06.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Limitierte Testpressungen des Albums von Vincent Peirani & Emile Parisien.Album: Past is Present - Belle EpoqueVÖ: 12.06.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen. Hinweis zu diesem Exemplar (Zustandsangabe)Diese Testpressung weist eine kleine klangliche Auffälligkeit auf, auf die wir ausdrücklich hinweisen möchten: Auf Seite B, Titel B1, ist im Bereich von ca. 0:30 bis 1:00 ein leises, wiederkehrendes Klopfen hörbar.
Genau solche Details sind der Grund, warum Testpressungen existieren. Diese Auffälligkeit wurde im Rahmen unserer Qualitätskontrolle festgestellt – die finale Pressung wurde daraufhin mit einem neuen Stamper realisiert. Dieses Exemplar hält somit einen authentischen Moment im Produktionsprozess fest und macht den Weg zur fertigen Veröffentlichung hörbar. Für Sammler:innen, die das Besondere am Unfertigen schätzen, ist das kein Makel, sondern ein einzigartiges Stück Produktionsgeschichte.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Little North: Crossing Currents
CD / Vinyl (LP, 180g) / digital
Lasse Jacobsen drumsMartin Brunbjerg Rasmussen double bassBenjamin Nørholm Jacobsen pianoFeaturing:
Joel Ross vibraphone
Hannes Bennich alto saxophone
Vor zehn Jahren erschien das Debüt-Album Yonder der Band Little North – und zum zehnjährigen Recording-Jubiläum hat sich das dänische Pianotrio mit Crossing Currents einen lange gehegten Wunsch erfüllt: eine Aufnahme mit dem amerikanischen Vibraphon-Neudenker und Co-Produzenten Joel Ross im legendären New Yorker The Bunker Studio. Pianist Benjamin Nørholm Jacobsen, Bassist Martin Brunbjerg Rasmussen und Schlagzeuger Lasse Jacobsen nutzen die Zeit vor den Aufnahmen, um in die New Yorker Jazz-Szene einzutauchen und sich von dieser inspirieren zu lassen. „Joel Ross ist für uns schlicht der Repräsentant dieser Welt“, sagt Jacobsen. „Seine Haltung ist intellektuell, spirituell, aber auch emotional klar. Sie ist respektvoll, und er schätzt wundervolle Melodien. Eine Art Energie, die nicht zurückblickt. Das wollten wir unbedingt auf unserem Album haben.“Diese Energie passte auch zum zweiten Gast des Trios, dem schwedischen Saxofonisten Hannes Bennich, den Little North schon seit ihren frühen Tagen kennen. „Wir hatten bereits in anderen Projekten mit Hannes gearbeitet“, sagt Lasse Jacobsen. „In diesem Fall war er als "Sparringspartner" zu Joel Ross gedacht. Er brachte seine ganz eigene Energie mit, ist ein echter Virtuose und verfügt über ein tiefes Verständnis und eine große Affinität zu der Musik, für die Ross steht. Gleichzeitig brauchten wir jemanden, der selbstbewusst in eine Aufnahmesituation einsteigen und eine eigene musikalische Stimme einbringen konnte. Hannes war genau die richtige Person!“Es ist die Kombination der unterschiedlichen Charaktere und das Zusammenspiel aus europäischen und amerikanischen Einflüssen, die die besondere Stimmung von Crossing Currents ausmacht. Schon auf ihrem ACT-Debüt While You Wait erzeugten Little North einen besonderen Zauber dadurch, dass sie ihre jahrelang gewachsene musikalische Beziehung für einen Solisten öffneten – damals war das der norwegische Trompeter Oscar Andreas Haug. War dieser eher eine Erweiterung der musikalischen Welt des Trios, geht es bei Crossing Currents um das Sich-Öffnen, darum, sich vom New Yorker Spirit inspiriert aus der Komfortzone herauszuwagen.Das Album macht deutlich, dass diese Offenheit für das Gegenüber für alle Beteiligten gilt. Crossing Currents ist eine Begegnung auf Augenhöhe, die vom wachen gegenseitigen Zuhören lebt, von einer Intensität, die oft mit nur wenigen Tönen, Harmonien und Texturen auskommt. Besonders merkt man das daran, wie viel Raum sich die beiden verwandten Instrumente Piano und Vibraphon gegenseitig lassen – oft legt Pianist Benjamin Nørholm Jacobsen das harmonische Fundament und Joel Ross spielt fein schattierte Melodien darüber, oft verzahnt mit den Linien von Saxofonist Hannes Bennich. Und auch wenn das Energielevel steigt, passiert das im Kollektiv und mit gemeinschaftlicher Intensität. Nie geht es darum, als Individuum besonders viel Raum einzunehmen, sondern immer um eine gemeinsame Balance, mit großem Gestaltungswillen, aber ohne Druck. Kurz: um verschiedene Strömungen im gemeinsamen Fluss.CreditsRecorded 19-20 November 2023 at The Bunker Studio, Brooklyn, NYCRecorded by Nolan ThiesMixed by August WanngrenMastered by Sofia von Hage and Thomas Eberger at Stockholm MasteringComposed by Little NorthProduced by Little NorthCo-produced by Joel Ross
Daniel García: The Hero's Journey
CD / Vinyl (LP, 180g) / digital
Daniel García piano, synths, vocals, clapsSpaniens
führende Tageszeitung El País nennt Daniel García Diego „eine der
aufregendsten Persönlichkeiten, die in den vergangenen zehn Jahren aus der Welt
des zeitgenössischen Jazz hervorgegangen sind“. Dabei ist der Pianist
keineswegs jemand, der viel Aufhebens um seine Person macht – es entspricht
schlicht nicht seinem bescheidenen, zurückhaltenden Wesen. Doch es gibt Dinge,
die García als Musiker herausstechen lassen: sein Wissen um Jazz und Flamenco,
der Respekt vor beiden Traditionen und seine Fähigkeit, die Emotionen dieser
beiden Welten zu einer ganz eigenen Musik zu verbinden.Diese Einzigartigkeit macht ihn zu einer Schlüsselfigur des spanischen Jazz. Seine drei bisherigen Alben für ACT – aufgenommen in seinem langjährigen und grandios interagierenden Trio mit den in Madrid lebenden kubanischen Musikern Reinier „el Negrón“ Elizarde und Michael Olivera – wurden hoch gelobt: Travesuras (2019) sei „etwas ziemlich Spektakuläres“ gewesen (Jazz Journal, UK), Vía de la Plata „unverzichtbar“ (Paris Move) und Wonderland (2025) „brillant und mitreißend“ (Latin Jazz Network). Ende 2024 begannen die Gespräche mit ACT darüber, wie Daniel Garcías viertes Albumprojekt aussehen könnte. „Als Andreas Brandis und Michael Gottfried mit der Idee eines Soloalbums auf mich zukamen, gefiel mir das sofort“, erinnert sich García. Der Pianist machte sich umgehend an die kompositorische Arbeit – doch schon bald griff das Schicksal ein: Anfang 2025 wurde bei Daniel Garcías Vater vollkommen unerwartet unheilbarer Krebs diagnostiziert. Sein Zustand verschlechterte sich weiter, besonders in den letzten Monaten, bis er im Dezember 2025 starb. So fielen die Vorbereitungen und Aufnahmen zum Album in eine Zeit, in der García und seine Familie voller Sorge in Erwartung des Unausweichlichen lebten. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass The Hero’s Journey von besonders großer emotionaler Tiefe geprägt ist. Und doch ist es kein düsteres Album. García erklärt: „Seit Langem fasziniert mich die Figur des Helden. Dabei denke ich nicht an einen unbesiegbaren Superhelden aus dem Kino. Mich interessiert vielmehr die Vorstellung eines Menschen, der sich immer neuen Prüfungen stellen und sie überwinden muss.“ Diese Idee bestimmt die Struktur von The Hero’s Journey: Ein Mensch begegnet Herausforderung um Herausforderung und wächst an ihnen. „Ich habe für alle diese Stationen Musik mit jeweils eigenem Charakter geschrieben“, sagt García. „Diese Stationen sind auch ein Spiegel meiner eigenen Reise.“ Dieser Ansatz passt zu einem Musiker, der Inspiration aus vielen Welten schöpft. „Es fällt mir schwer, meine Musik zu kategorisieren. Das ist, als wollte man das Meer in eine Schachtel stecken – es läuft einfach über! Ich liebe klassische Musik, ich liebe Musik aus dem Nahen Osten, ich liebe Rock, ich liebe Singer-Songwriter. Inspiration kann von überallher kommen.“In 13 Abschnitten erzählt The Hero’s Journey eine zusammenhängende Geschichte. Der Opener Life in a Crystal Bottle beschreibt eine einfache, unschuldige Welt, in der noch nichts Außergewöhnliches geschehen ist. Meeting the Mentor ist ein liebevolles Porträt einer sanften Vaterfigur. Feine innere Stimmen schaffen das Bild eines sicheren Ortes und erzählen von der Freude am Klavier. Das toccatenartige The Ordeal ist das einzige vollständig durchkomponierte Stück des Zyklus. Es handelt von innerer Stärke, Motivation und jener Energie, die aus einem kraftvollen inneren Antrieb entsteht. Das abschließende The Resurrection erzählt schließlich davon, dass sich ein Kreis geschlossen hat – und dass man bereit ist für neue, unerwartete Herausforderungen. Neben dem Klavier hört man sparsam eingesetzte Samples: vorab aufgenommenes Klatschen und Gesang, bearbeitete Loops einer Geige und elektronische Sounds eines Moog-Synthesizers. Das Klavier bleibt dabei immer der Hauptakteur. Besonders eindrucksvoll nutzt García diese Klangfarben in Crossing the Threshold. Hier entsteht das Gefühl, plötzlich in einer vollkommen fremden Welt zu stehen. The Hero’s Journey ist vor einem ernsten Hintergrund entstanden. Doch am Ende steht eine zutiefst optimistische Aussage über menschliche Widerstandskraft.CreditsComposed and produced by Daniel GarcíaRecorded at Camaleon Music Studio inMadrid, Spain, on 17 - 18 June 2025Mixed and mastered by Shayan FathiPhoto by Rob Lewis
past is present | Emile Parisien & Vincent Peirani: Belle ÉpoqueEine kuratierte Vinyl-Serie von ACT Music, in der die Vergangenheit zur Gegenwart wird. Zeitlose Aufnahmen, die nicht nur weiterleben, sondern im Hier und Jetzt neu erlebbar werden.Erstmals auf VinylLimitiert auf 1.000 Exemplare, alle handnummeriertRe-mastered für VinylHochwertige 180g Pressung, Schwarze Vinyl, LackfolienschnittEigens für diese Ausgabe verfasste Liner Notes
inklusive Obi-Strip aus Premium-Kunstdruckpapier für Sammlerindividuell gestaltete Labels und Innenhülle, inspiriert vom Original-Artwork Gestaltete Innenhülle als erzählerisches Kernelement des Albums – gedruckt auf beschichtetem BilderdruckpapierWer neue Musik entdecken möchte, sollte nicht nur in der Gegenwart suchen. Der heutige Blick auf Musik und ihre Protagonist:innen verleiht historischen Aufnahmen oft eine ganz neue Wirkung. past is present ist ACTs neue Reihe sorgfältig kuratierter Vinyl-Veröffentlichungen, gewidmet den musikalischen Geschichten aus mehr als 30 Jahren Labelgeschichte. Jeder Titel erscheint erstmals auf Vinyl oder in einer neu remasterten Fassung – in höchstmöglicher Klangtreue und stets der ursprünglichen künstlerischen Vision verpflichtet. Jede Veröffentlichung ist als limitierte, handnummerierte Sammleredition konzipiert – für alle, denen Klang und Objekt gleichermaßen am Herzen liegen. Das originale Cover-Artwork bleibt erhalten und wird durch eine veredelte Ausstattung zusätzlich aufgewertet: ein eigens gestalteter Collector's-Obi, neu verfasste Liner Notes, individuell entworfene Labels und eine eigens gestaltete Innenhülle – alles Teil einer stimmigen Serienidentität und eines erstklassigen Vinyl-Erlebnisses. Belle Époque von Vincent Peirani und Emile Parisien markiert den Beginn einer der spannendsten Partnerschaften des zeitgenössischen europäischen Jazz. Als die beiden 2013 ins Studio gingen, steckte ihr Duo noch in den Anfängen – und doch war die Chemie zwischen ihnen bereits unverkennbar. Was folgte, war nicht nur eine außergewöhnliche Aufnahme, sondern der Ausgangspunkt einer Reise, die sie auf Bühnen rund um die Welt führen sollte. Inspiriert vom Erbe des Sopransaxophon-Pioniers Sidney Bechet, verbindet Belle Époque Epochen und Einflüsse mit bestechender Eleganz. Mühelos bewegt sich das Album zwischen frühem Jazz, französischem Chanson, eigenen Kompositionen und moderner Improvisation – getragen von Peiranis ausdrucksstarkem Akkordeon und Parisiens lyrischem, schwebendem Sopran. Gemeinsam interpretieren sie dieses Repertoire neu, mit ebenso viel Respekt wie kühner Eigenständigkeit, und machen jedes Stück unverkennbar zu ihrem eigenen. Im Kern ist Belle Époque eine Feier des musikalischen Dialogs – zwei Stimmen, die einander zuhören, antworten und in Echtzeit eine gemeinsame Erzählung formen. Das Ergebnis ist Musik von Wärme, Raffinesse und Tiefe, die den Moment einfängt, in dem ein einzigartiges Duo seine Stimme fand. Eine prägende Aufnahme – nun wiederentdeckt im Rahmen von past is present.
Limitierte Testpressungen des Albums von Mahan Mirarab.Album: UnspokenVÖ: 29.05.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Limitierte Testpressungen des ACT Debut-Albums von Robinson Khoury.Album: TransaraVÖ: 29.05.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Limitierte Testpressungen des Albums von Johanna Summer.Album: DialogeVÖ: 29.05.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Robinson Khoury: Transara
CD / Vinyl (LP, 180g) / Limited white vinyl (LP, 180g) / digital
Robinson Khoury trombone, modular synths, lead vocal in 6, 9Anissa Nehari percussions, voice in 6, 9Léo Jassef piano, synths, voice in 6, 9Der Posaunist und Komponist Robinson Khoury ist einer der meistbeachteten Rising-Stars der französischen Jazz- und Cross-Genre-Szene. Seinen Durchbruch markierte 2024 das Album MŸA im Trio mit der Perkussionistin Anissa Nehari und dem Keyboarder Léo Yassef. Die Besetzung, in der Khoury nicht nur Posaune, sondern auch modularen Synthesizer spielt und singt, wurde zu einer eng verzahnten, lebendigen musikalischen Einheit, der Titel des gemeinsamen Debütalbums wurde zum Bandnamen Robinson Khoury MŸA und das Trio steht nun auch im Zentrum des ACT-Debüts Transara.„Ich mag das Ungewöhnliche – seltsame Kombinationen, unerwartete Besetzungen. Posaune, modulare Synthesizer, Keyboards und Percussion – das hatte ich so noch nie gehört, und genau das hat mich fasziniert“, sagt Robinson Khoury über das Trio. Und weiter: „Ich glaube, wir funktionieren auch deshalb so gut miteinander, weil wir gemeinsame mediterrane Wurzeln in unseren Familien haben - das Mittelmeer verbindet uns.“ Ebenso prägend sei das urbane Leben in Paris, in dem unterschiedlichste Einflüsse aufeinandertreffen.Transara markiert für Khoury eine Evolution. Das erste MŸA-Album beschreibt er als eine Art „Embryo“, aus dem sich langsam ein musikalisches Lebewesen formte, das heute eine gemeinsame musikalische Sprache spricht. Die organische und intuitive gemeinsame Musik bewegt sich, so Khoury, „in eine andere Welt, in eine andere Realität“. Dies meint auch der Titel Transara: einen Übergang zwischen den Welten, eine Verbindung von Räumen und Zuständen.Auch Robinson Khourys persönlicher musikalischer Weg ist von Vielschichtigkeit und Transformation geprägt. Aufgewachsen in Lyon als Sohn eines Jazzpianisten und einer Jazzsängerin, war Musik von Anfang an allgegenwärtig. Er sang im Kinderchor der Oper Lyon und verbrachte die Sommer beim Festival Jazz à Vienne. Der Bruch kam mit elf Jahren, als der Stimmbruch ein Weitersingen im Chor unmöglich machte. Auf der Suche nach einem neuen Ausdruck fand er die Posaune: „Ich habe ein Instrument gesucht, durch das ich weiter singen kann – und die Posaune war dafür perfekt.“ Schon wenige Jahre später studierte er am Konservatorium in Lyon und spielte parallel in Jazzclubs. Früh bewegte er sich zwischen Klassik und Jazz und entwickelte eine Offenheit für unterschiedliche Stile.Mit etwa 18 Jahren entdeckte er zudem die arabische Musik – etwa Umm Kulthum oder Nusrat Fateh Ali Khan –, die ihn nachhaltig prägte. Obwohl er libanesische Wurzeln hat, sei diese Musik zunächst kein selbstverständlicher Teil seines Alltags gewesen; umso unmittelbarer habe sie sich als Ausdruck auf der Posaune angefühlt. „Ich liebe an der arabischen Musik besonders den Gesang. Diesen auf die Posaune zu übertragen, fühlte sich sehr natürlich an, da sie für mich wie eine zweite Stimme ist.“ Bald wurden Musiker wie Ibrahim Maalouf oder Natacha Atlas auf ihn aufmerksam und holten ihn in ihre Bands. Zudem gründete Khoury das Sextett Sarāb, das ebenfalls arabische Musik und Jazz miteinander verbindet.
Es sind all diese Einflüsse, Jazz, arabische Musik, die Spielkultur aus Robinson Khourys klassischer Ausbildung, die Liebe zum Gesang und den Drang zur Veränderung, die sich in Transara wiederfinden. Und die Musik ist auch ein Kommentar auf unsere Zeit, bewegt sich stetig zwischen Melancholie und Wärme. „Angesichts der Welt, die uns umgibt, kann man nicht anders, als nachdenklich und melancholisch zu sein,“ sagt Robinson Khoury. Gleichzeitig gehe es ihm darum, einen geschützten Raum zu schaffen in dem sich Musiker und Publikum sicher und geborgen fühlen und ihre Gefühle und Gedanken teilen können.
Ein zentrales Beispiel dafür ist das Stück „Poussière“ („Staub“). Khoury erklärt, es gehe um all die Leben, die „zu früh von uns gehen“. Zugleich liege darin eine tröstliche Perspektive: „Sie sind nicht einfach verschwunden. Der Staub bleibt Teil dieses Planeten, wir atmen ihn, er ist Teil von uns.“ Aus dieser Vorstellung entstehe Hoffnung – die Gewissheit, dass Vergangenes weiterwirkt und uns hilft, „weiter zu hoffen und zu atmen“.
CreditsRecorded in October 2025 at Studio Gil Evans, AmiensRecorded & mixed by Mathieu PionMastered by Pierre-Emmanuel MeriaudComposed by Robinson Khoury, except 8 (composed by Léo Jassef)Photo by Sylvain Gripoix
Johanna Summer: Dialoge
CD / Vinyl (LP, 180g) / digital
Johanna Summer piano
Claire Huangci piano
Danae Dörken piano Kit Armstrong piano
Igor Levit pianoWelch ein Erlebnis, durch Robert Schumanns „Waldszenen“ zu spazieren und plötzlich auf ganz neue Pfade abzubiegen! So erging es dem Publikum, das beim Lucerne Klavier Fest 2023 Zeuge eines einzigartigen Austauschs zwischen der Pianistin Johanna Summer und Igor Levit wurde, welcher diese gemeinsame Begegnung im Anschluss zu seinen „künstlerisch erfüllendsten Momente der letzten Jahre“ zählte. Levit machte den Aufschlag und spielte das erste Stück des romantischen Zyklus im Original, Summer nahm den Faden der jeweiligen Miniatur auf und lieferte mit einer Improvisation über das Gehörte ein Paradebeispiel ihrer musikalischen Intuition. Nichts an diesem Abend war abgesprochen, der Dialog zwischen Schumanns Klassikern und Summers Variationen entstand frei und ganz aus dem Moment heraus.Für Johanna Summer, deren Zusammenarbeit mit Andreas Brandis als Produzenten bereits die vielbeachteten Alben Resonanzen und Cameo hervorgebracht hatte, wurde dieses Konzert in Luzern zum Anstoß für das neue Album Dialoge. Das Setting: Vier Duos zusammen mit den Pianist*innen Claire Huangci, Kit Armstrong, Danae Dörken und Igor Levit, jeweils an zwei Flügeln. Das Ziel: ein freier Austausch zwischen Tradition und Gegenwart, Komposition und Improvisation. Hinsichtlich des Repertoires sollten sich Summers Studiogäste die größtmögliche Freiheit nehmen, wie die Pianistin erklärt: „Ich bat sie, Stücke mitzubringen, mit denen sie sich identifizieren können. Und es sollte in Ordnung sein, wenn ich dann noch etwas hinzufüge.“ Johanna Summer wusste bis zum ersten gespielten Ton nicht, für welche Werke sich ihre Gegenüber entschieden hatten. Um der Musik gegenüber völlig unvoreingenommen zu sein, verließ sie sogar den Raum, wenn sich ihre Kolleg*innen vor der Aufnahme einspielten. Aus diesem Überraschungsmoment heraus ergibt sich die enorm risikofreudige, dynamische Wirkung, die „Dialoge“ beim Hören hinterlässt. Besonders reizvoll war es für Summer, in die sehr persönliche Musikauswahl ihrer Duopartner*innen einzutauchen. Sie erläutert: „Danae wählte als Halbgriechin einen griechischen Schwerpunkt, mit Kompositionen von Manolis Kalomiris oder Mikis Theodorakis. Das Prelude von Zhou Tian wurde direkt für Claire geschrieben, die beiden kennen sich seit Studienzeiten. Igor hat mit dem ‚Andantino de Clara‘ wiederum ein Stück aus der Feder von Robert Schumann mitgebracht – das passte nach unserer gemeinsamen Vorgeschichte natürlich hervorragend. Und Kit hat bereicherte auf unkonventionelle Weise das Programm mit spontanen Zitaten aus seinem Repertoire – von der Renaissance bis in die Wiener Klassik.“Das improvisatorische Weiter-Erzählen klassischer und zeitgenössischer Werke ist weitaus weniger üblich als das freie Spiel über Jazz- oder Pop-Standards. Mancherorts sorgt Summers ungewöhnliche Spielhaltung für Irritationen. So befand ein arrivierter Klassik-Kritiker nach umjubeltem Auftritt der Pianistin beim Lucerne Klavier Fest, diese Art von Umgang mit der Klaviertradition „passe in unsere fake-verliebte Gegenwart, in der zwischen Original und Fälschung immer weniger unterschieden wird.“ Fragt man Johanna Summer selbst nach dem Wie und Warum, wird schnell klar, dass es ihr nicht darum geht, der europäischen Klassik des Effekts wegen ein neues Gewand aufzuzwingen. Vielmehr geht es ihr um eine persönliche und zutiefst aufrichtige Sicht auf die musikalischen Vorlagen. „Mich interessiert am meisten: was will uns dieses Werk sagen? Welche Haltung, welche Energie steckt darin – und wie übersetze ich sie in mein persönliches Vokabular, das sich eben nicht nur aus der Klassik speist? Es geht darum, die Essenz des Stücks für sich selbst zu erkennen und eine Deutungsweise zu entwickeln. Im Prinzip macht jeder klassische Pianist mit seiner Interpretation nichts anderes. Die schönsten Momente sind die, in denen man unerwartet ein kleines Juwel entdeckt, sei es eine hübsche Phrase oder eine ungewöhnliche Akkordkombination, und erstmal wie verzaubert ist. Das erinnert mich an das Gefühl, dass, wenn ich als Kind einen Schrank aufräumte, ich manchmal ein längst vergessenes Spielzeug darin wiederfand. Und plötzlich entfaltet sich daraus ein ganzer Kosmos an Kreativität.“Ist das nun Klassik? Oder Jazz? Und ist das überhaupt wichtig? Johanna Summer empfindet sich eher nicht als „Jazzpianistin“. Am besten einfach: Pianistin. Klavier-Ikone Joachim Kühn, selbst ein großer Brückenbauer zwischen Genres und Epochen, nennt das, was Johanna Summer macht „Musik voller Phantasie und ohne Kategorie“. Ob solistisch improvisierend, im Duo mit klassischen Musiker*innen oder im Umfeld von Grenzgängern wie Malakoff Kowalski oder Chilly Gonzales – Johanna Summers musikalische Vorstellungskraft scheint keine Grenzen zu kennen. Jede Begegnung mit dem Instrument und anderen Künstler*innen ist ein neuer Aufbruch. Und Johanna Summer klingt dabei immer ganz nach sich selbst. CreditsRecorded 19.06. and 23.07.2025 at Emil Berliner StudiosRecorded by Lukas KowalskiMixed and mastered by Emanuel UchProduced by Andreas BrandisPhotos by Gregor Hohenberg, Ilan HamranCover art by Małgorzata Szymankiewicz, Untitled 390, 2025,acrylic on canvas, 100 × 90 cmUsed by kind permission of the artist and
Mahan Mirarab: Unspoken
CD / Vinyl (LP, 180g) / digital
Mahan Mirarab guitar, fretless guitar, oud
Kian Soltani cello featured on #9,11, 5 Lars Danielsson bass featured on #7, 3 Golnar Shahyar vocals featured #8Unspoken, das ACT-Debüt des aus dem Iran stammenden, in Wien lebenden Gitarristen Mahan Mirarab, öffnet eine ganze Welt voller tief empfundener Geschichten zwischen Ost und West, Dunkelheit und Schönheit, Trauer und Freude. Und es offenbart einen zutiefst menschlichen, innigen, sensiblen Blick auf eine Zeit voller Spannungen und Widersprüche. Solo an der Doppelhalsgitarre sowie auf einigen Stücken zusammen mit Kian Soltani (Cello), Lars Danielsson (Kontrabass) und Golnar Shahyar (Gesang) zeichnet Mirarab auch seine persönliche musikalische Reise nach: Jazz verbindet sich mit Einflüssen klassischer und folkloristischer Musik aus dem Iran, mit europäischer Kammermusik und liedhaften Elementen.Geboren wurde Mahan Mirarab in Teheran. Dort lernte er zunächst Klavier und Gitarre, mit 14 Jahren spielte er Bass in einer Pink-Floyd-Coverband. Durch die Teheraner Underground-Szene kam Mahan Mirarab intensiver mit westlicher Musik wie Jazz und Progressive Rock in Berührung. Die Ressourcen dafür waren damals sehr begrenzt, Aufnahmen gab es vor allem in Form von auf dem Schwarzmarkt gehandelten Kassetten. Über diese entdeckte Mahan Mirarab die Musik amerikanischer Jazzmusiker wie Bud Powell, Chick Corea oder George Benson. Er hörte deren Musik so oft, dass er bald jedes einzelne Solo mitsingen konnte und schließlich für die Gitarre transkribierte. Dies alles war ein beachtliches Risiko, wie sich Mahan Mirarab erinnert: „Musikkassetten zu besitzen war strafbar. Ich hatte einen Freund, der wegen eines kopierten Jazz-Tapes im Gefängnis landete.“ Doch die Neugier auf die unbekannte Musik war stärker. Unter anderem spielte Mahan Mirarab in einer Weather-Report-Coverband, die vor allem in Botschaften auftrat. Der österreichische Botschafter in Teheran war großer Joe-Zawinul-Fan und half Mahan Mirarab, der sich längst entschlossen hatte, die (Musik-)Welt jenseits seines Heimatlands zu entdecken, bei der Ausreise. So verschlug es Mirarab im Jahr 2009 nach Wien, wo er bis heute lebt. Dort entschied sich Mahan Mirarab, der zuvor im Iran Architektur studiert hatte, gegen ein Musikstudium. Er wollte lieber die Szene kennenlernen, eigene Projekte starten und vor allem die Musik spielen, die ihm persönlich entsprach, fern von institutionellen Strukturen. 2009 nahm er sein erstes Trio-Album auf, das sich mit einer persischen Perspektive auf Jazz beschäftigte. Dadurch fand er langsam Zugang zur Szene, spielte Konzerte in lokalen Jazzclubs sowie kleineren Festivals und knüpfte wichtige Kontakte. Erste internationale Erfahrungen folgten und schließlich wurde ein gemeinsames Projekt mit seiner Frau, der Sängerin Golnar Shahyar, zu einem internationalen Erfolg, mit Konzerten weltweit und wachsender Aufmerksamkeit. Gleichzeitig verstärkte sich für Mahan Mirarab das Gefühl, sich nur behaupten zu können, wenn er stets alle Facetten seines Könnens als Musiker und Komponist unter Beweis stellte. Dieser Anspruch entstand eher unbewusst und war stark von seinem Umfeld geprägt – als eine Art Überlebensstrategie, die ihn dazu brachte, sich ständig zu perfektionieren.Als ACT-Chef und Produzent Andreas Brandis auf Mahan Mirarab aufmerksam wurde, schickte dieser dann auch gleich einen ganzen Berg an unterschiedlichstem Material an das Label. Doch es war eine kleine Solo-Skizze, bei der es Klick machte: „Unter den Stücken, die ich geschickt hatte, war auch ‚first idea‘“, erinnert sich Mahan Mirarab, „und Andreas Brandis und Michael Gottfried von ACT sagten ziemlich schnell: Das ist es, lass uns hier tiefer eintauchen und ein ganzes Soloalbum zusammen produzieren. Ich empfand das als sehr befreiend, wie eine Erlaubnis, nicht immer alles zeigen zu müssen, zu dem ich in der Lage bin, sondern einfach nur ich selbst sein zu dürfen.“ Mahan Mirarab und Andreas Brandis trafen sich mehrmals persönlich, auch einmal in Paris, telefonierten und besprachen eine Menge Solo-Ideen, die schließlich die Basis für das Album Unspoken bildeten.In diesem gemeinsamen Prozess entstand auch die Idee, für einige Stücke des Albums Gäste einzuladen: Der klassische Cellist Kian Soltani stammt ebenfalls aus dem Iran, und Mahan Mirarab beschreibt weitere wichtige Gemeinsamkeiten: „Kian ist ein perfekter klassischer Cellist, aber er kann auch wirklich gut improvisieren. Und er ist ein toller Komponist. Ich habe Cello-Linien für ihn geschrieben, und er hat diese komplett neu arrangiert und generell viel Kreativität mitgebracht.“ Mit Bassist Lars Danielsson ist Mahan Mirarab schon lange vertraut, nur getroffen haben sich die beiden erst jetzt. „Lars kenne ich seit meiner Zeit im Iran, ich meine von einer Aufnahme mit John Abercrombie. Später habe ich viele seiner Kompositionen gelernt, einfach für mich selbst, weil ich sie so gut fand. Sowohl in seinen Kompositionen wie auch in seinen Improvisationen hat Lars dieses unglaubliche Bewusstsein für Dynamik, Harmonie und Raum in der Musik. Mir war es wichtig, ihn auch als Mensch kennenzulernen. Deshalb bin ich extra nach Göteborg geflogen, um unbedingt mit ihm in einem Raum aufzunehmen. Obwohl es dort genug Platz gab, saßen wir sehr nah beieinander – was unser gemeinsames Spiel besonders intensiv und unmittelbar gemacht hat.“ Die Beziehung zu der Sängerin Golnar Shahyar könnte nicht enger sein, schließlich sind sie und Mahan Mirarab auch privat ein Paar. Nachdem beide seit 2011 viel zusammen auf der Bühne und im Studio standen, haben sie sich in den letzten Jahren stärker auf ihre eigenen Projekte konzentriert. Aber es bleibt eine besondere Verbindung, die man hören kann, geprägt von großem Können und tiefer Vertrautheit und Emotionalität.
Überhaupt gibt es nicht die Spur eines Zweifels: Unspoken ist persönlich. So erzählen die Stücke „Banoo“ und „A Way to Mourn“ von Mahan Mirarabs Großmutter, die während der Zeit der Aufnahmen starb. Im Stück „Jina“ trifft das Persönliche auf das Kollektive: Im Kurdischen bedeutet der Titel „Leben“ und ist untrennbar mit der jungen Frau Jina Mahsa Amini verbunden, deren Tod in Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei im Jahr 2022 eine landesweite Protestbewegung auslöste. Es waren Ereignisse, die Mahan Mirarab tief verändert haben. Lange Zeit war er nicht in der Lage, darüber zu schreiben, erst Unspoken gab ihm den Mut dazu. „Sparkling“ ist Mahan Mirarabs Lieblingsstück aus der Feder seiner Ehefrau Golnar, und die Version von „In a Silent Way“ ist eine Referenz an Joe Zawinul, dessen Einfluss einst so viele Türen öffnete. Und auch das Instrument, mit dem Mahan Mirarab Unspoken eingespielt hat, ist eine persönliche Einzelanfertigung des türkischen Gitarrenbauers Ekrem Özkarpat: eine doppelhalsige Gitarre mit einem bundlosen und einem bündigen Griffbrett. Das Instrument steht fast schon metaphorisch für die zwei Welten, in denen sich Mahan Mirarab bewegt: die in Halbtöne strukturierte westliche Welt und die mikrotonale seiner Heimat.Fragt man Mahan Mirarab, wie er die aktuelle Lage im Iran empfindet und wie sich diese in seiner Musik widerspiegelt, muss er lange überlegen. „Es ist schwer, aus der Distanz mitzuerleben, was gerade passiert. Ich habe 25 Jahre im Iran gelebt, habe unglaublich viele Erinnerungen, und meine Eltern und viele Freunde leben noch dort. Das fühlt sich sehr melancholisch an. Aber mein Bezug zu meinem Herkunftsland ist kein nationaler. Am Ende spielt es keine Rolle, wo sich Kriege und Konflikte abspielen – es geht immer um Menschen, die überall auf der Welt gleich fühlen. Ich denke, es ist wichtig, aufmerksam, sensibel und empathisch zu bleiben, irgendwie zu reflektieren, was um uns herum geschieht.“ Diese menschliche Reflektion der Welt in all ihren widersprüchlichen Facetten ist es, was Unspoken so einzigartig und berührend macht.CreditsMusic composed & arranged by Mahan Mirarab, except 6 (traditional folklore
music from Mazandaran, North of Iran), 12 (Joe Zawinul), 8 (Golnar Shahyar),
10 (Andrey Babayev); cello lines in 5 and 11 arranged by Mahan Mirarab &
Kian SoltaniProduced by Mahan Mirarab & Andreas BrandisA Way to Mourn & Lars in Isfahan recorded on December 4 at Tia Dia Studios,
Mölnlycke, Sweden, by Åke LintonChoopan 42, Sparkling Dark Gaze, Weißensee, Jina recorded on January 12
at Westbahnstudios, Vienna, by Farhad KhanbilverdiSolo tracks recorded on December 14 & 28 at Creative Cluster, Vienna, by
Mahan MirarabMixed by Christoph BurgstallerMastered by Klaus ScheuermannPhoto by Victoria NazarovaMahan performs on guitars built by Ekrem ÖzkarpatKian Soltani appears courtesy of Deutsche Grammophon Gesellschaft
Limitierte Testpressungen des ACT Shop exklusiven Albums von Michael Wollny & Emile Parisien.Album: FreiheitVÖ: 29.05.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle.Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
Zur offiziellen Bestätigung trägt dieses Zertifikat den Firmenstempel. Hinweis:
Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Limitierte Testpressungen der ersten Vinyl-Edition des Albums Swedish Folk Modern von Nils Landgren und Esbjörn Svensson.Album: Swedish Folk Modern VÖ: 15.05.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
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past is present | Nils Landgren & Esbjörn Svensson: Swedish Folk ModernEine kuratierte Vinyl-Serie von ACT Music, in der die Vergangenheit zur Gegenwart wird. Zeitlose Aufnahmen, die nicht nur weiterleben, sondern im Hier und Jetzt neu erlebbar werden.Erstmals auf VinylLimitiert auf 1.000 Exemplare, alle handnummeriertRe-mastered für VinylHochwertige 180g Pressung, Schwarze Vinyl, LackfolienschnittEigens für diese Ausgabe verfasste Liner Notes
inklusive Obi-Strip aus Premium-Kunstdruckpapier für SammlerIndividuell gestaltete Labels und Innenhülle, inspiriert vom Original-ArtworkGestaltete Innenhülle als erzählerisches Kernelement des Albums, gedruckt auf beschichtetem BilderdruckpapierWer neue Musik entdecken möchte, sollte nicht nur in der Gegenwart suchen. Der heutige Blick auf Musik und ihre Protagonist:innen verleiht historischen Aufnahmen oft eine ganz neue Wirkung. past is present ist ACTs neue Reihe sorgfältig kuratierter Vinyl-Veröffentlichungen, gewidmet den musikalischen Geschichten aus mehr als 30 Jahren Labelgeschichte. Jeder Titel erscheint erstmals auf Vinyl oder in einer neu remasterten Fassung – in höchstmöglicher Klangtreue und stets der ursprünglichen künstlerischen Vision verpflichtet. Jede Veröffentlichung ist als limitierte, handnummerierte Sammleredition konzipiert – für alle, denen Klang und Objekt gleichermaßen am Herzen liegen. Das originale Cover-Artwork bleibt erhalten und wird durch eine veredelte Ausstattung zusätzlich aufgewertet: ein eigens gestalteter Collector's-Obi, neu verfasste Liner Notes, individuell entworfene Labels und eine eigens gestaltete Innenhülle – alles Teil einer stimmigen Serienidentität und eines erstklassigen Vinyl-Erlebnisses.
Das erste Album der Reihe verkörpert die Philosophie von past is present eindrucksvoll: Swedish Folk Modern vereint Esbjörn Svensson und Nils Landgren, zwei der einflussreichsten europäischen Jazzmusiker, in einem seltenen, zutiefst intimen Setting. Mit großer Sensibilität improvisieren Svensson und Landgren über schwedische Volkslieder: Stücke über Liebe und Trauer, vom Feld und aus der Kirche, die in Schweden nahezu jeder kennt. Swedish Folk Modern ist nicht nur ein außergewöhnliches Album zweier Musiker, die einander blind verstehen. Es ist auch ein bewegendes Zeugnis für die Vielfalt der Geschichten, die sich mit dem Vokabular des Jazz erzählen lassen. Zusammen mit dem Nachfolger Layers of Light und dem posthum erschienenen Soloalbum HOME.S. gehört es zu den einzigen Aufnahmen, auf denen Esbjörn Svensson, der am 14. Juni 2008 verstarb, als Leader außerhalb seines legendären Trios e.s.t. zu hören ist. Ein wahres Juwel der europäischen Jazzgeschichte, jetzt erstmals auf Vinyl.
Testpressungen des ACT Albums von Lars Danielsson. Album: EchomyrVÖ: 17.04.2026Ein seltenes Sammlerstück: Eine Testpressung ist die erste Probeplatte eines Albums und dient der Qualitätskontrolle vor der finalen Pressung. Sie entspricht klanglich nicht immer exakt der späteren Veröffentlichung, was sie jedoch zu einem besonderen Sammlerstück mit eigener Geschichte macht. Jede Testpressung ist eine Limited Edition – ideal für Sammler:innen und alle, die Jazz-Vinyl, Raritäten und exklusive Ausgaben schätzen.
In Ihrem ACT-Testpressungspaket enthalten sind:
1 Bio-Vinyl-Testpressung in der originalen weißen Schutzhülle. Eine schön gestaltete Karte mit handgeschriebenen Schlüsseldetails zur Veröffentlichung, wie Künstlernamen, Albumtitel, Produktionsjahr und Anzahl der Testpressungen. Album-Booklet im PDF-Format. Dieses enthält einen umfassenden Einblick in das Album mit dem Cover-Artwork, einem sorgfältig verfassten Text über das Album, der Tracklist, vollständigen Produktions- und Performance-Credits sowie Details zur Instrumentierung.Echtheitszertifikat der Testpressung. Dieses Zertifikat bestätigt die Echtheit der Testpressung, die im Rahmen des Qualitätskontrollprozesses vor der finalen Vinylpressung hergestellt wurde. Testpressungen werden nur in begrenzter Stückzahl produziert, um höchste Klangtreue und Fertigungsqualität zu gewährleisten.
Jede Testpressung wird sorgfältig geprüft und von unserem Team freigegeben, bevor die Produktion fortgesetzt wird. Dieses Dokument dient als Nachweis für ihre Authentizität und Einzigartigkeit.
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Eine Testpressung ist eine Vorabversion der Vinylplatte, die zur Überprüfung der Pressqualität vor der Serienproduktion verwendet wird. Die Audioqualität kann leicht von der finalen Version abweichen und kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen, die Teil des Testprozesses sind. Sie besitzt historischen Wert als Bestandteil des Produktionsprozesses.
Lars Danielsson: Echomyr
CD / Vinyl (LP, 180g) / digital
Lars Danielsson double bass, cello, gimbri (#10), piano (#10), electric guitar (#6)
Gregory Privat pianoJohn Parricelli guitar
Magnus Öström drums & percussionGuests:
Arve Henriksen trumpet on #3, 7Magnus Lindgren flute & alto flute on #6Carolina Grinne English horn on #8
Echomyr, der Titel des fünften Albums der „Liberetto“-Reihe des schwedischen Kontrabass- und Cellomeisters sowie Komponisten Lars Danielsson, steht für Musik aus dem tiefsten Inneren. „Der Albumtitel ist eine Eigenkreation,“ sagt Danielsson. „Echo beschreibt ein weites Feld von Klang, myr ist ein altes nordisches Wort für ‚Moor‘. Klang aus den Tiefen der Erde, aus dem tiefsten Inneren. Gerade jetzt stellen wir uns die Frage, was uns menschlich und unverwechselbar macht. Danach habe ich mein ganzes Leben lang als Musiker gesucht: nicht einfach etwas zu kopieren, das es schon gibt, sondern etwas zu finden, das aus dem eigenen Herzen und aus einem selbst kommt.“Mit Echomyr führt Lars Danielsson seinen ganz eigenen musikalischen Weg konsequent fort. Er verbindet die Freiheit, Harmonik und rhythmische Intensität des Jazz mit der Klangkultur seiner klassischen Wurzeln sowie der melodischen Eingängigkeit populärer und folkloristischer Lieder. Danielssons Kompositionen erkennt man sofort. Er ist ein Meister der Melodie und besitzt die Fähigkeit, Komplexes stets einfach und natürlich klingen zu lassen. Früher, erzählt Danielsson, der mit Rock’n’Roll und Free Jazz aufwuchs, habe er oft kompliziert komponiert, um sich hinter dieser Komplexität zu verstecken. Heute sucht er das Gegenteil: Klarheit. „Es ist nicht schwierig, komplizierte Musik zu schreiben. Aber Musik zu schreiben, die Menschen verstehen und die dennoch Persönlichkeit und Tiefe besitzt – das ist eine echte Herausforderung, die ich immer wieder annehme.“
Es ist genau diese Balance aus Tiefgang und Leichtigkeit, die Danielssons Musik so besonders macht – und auf Echomyr erreicht sie eine neue Evolutionsstufe. Für Danielsson sind Kontinuität und Weiterentwicklung wertvoller als die ständige Suche nach spektakulären Konzepten. Mit dem Kern seines „Liberetto“-Quartetts – e.s.t.-Drummer Magnus Öström und dem renommierten britischen Gitarristen John Parricelli – arbeitet er seit über 15 Jahren zusammen. Die Klavierposition hatte zunächst Tigran Hamasyan inne; seit 2017 ist Gregory Privat fester Pianist der Band – mit einer idealen Mischung aus Virtuosität und stets songdienlichem Spiel. Dazu kommen drei Solist*innen, die alle eine große Gesanglichkeit an ihren Instrumenten gemein haben und die Stücke des Albums um ihre „Stimmen“ erweitern: Trompeter Arve Henriksen, Flötist Magnus Lindgren und Carolina Grinne am English Horn.
Beim Komponieren denke er weder an Markt noch an Erfolg, sagt Danielsson. Mit der Zeit sammle sich genügend Material an; dann arbeite er – oft gemeinsam mit seiner Frau und musikalischen Partnerin Cæcilie Norbe und engen Vertrauten seines Labels ACT – an der Dramaturgie, aus der ein Album entsteht, das Menschen berühren kann. Doch selbst dann gehe es ihm nicht darum, zu gefallen, sondern um einen ehrlichen, tief empfundenen Ausdruck. So entstand „Something She Said“, das letzte Stück auf Echomyr, unter dem Eindruck von Nachrichtenbildern aus aktuellen Kriegsgebieten wie Gaza oder der Ukraine. Danielsson reagiert nicht mit Lautstärke oder Wut, sondern mit Nachdenklichkeit und Mitgefühl. Ein Echo aus dem Inneren – ehrlich, klar und zeitlos.CreditsMusic composed by Lars Danielsson
Horn arrangement on #3 by Arve Henriksen
Recorded April 6-9 and Oct 28-31, 2025
Recorded and mixed by Bo Savik at Tia Dia Studios, Mölnlycke, Sweden
Mastered by Klaus Scheuermann
Piano tuning by Bengt Eriksson
Photo by Peter PousardProduced by Cæcilie Norby, Magnus Öström & Lars DanielssonCover art Peter Krüll, used by kind permission of the artist
Design by Siggi Loch
Ab
18,90 €*
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