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Javier Girotto

Geboren im argentinischen Córdoba zog es Javier Girotto nach einer Jugend in Tango-Orchestern und Jazzbands zunächst für ein Jazzstudium an das Berklee College of Music nach Boston.

Im Anschluss reiste er nach Italien, das Heimatland seiner Großeltern und entschloss sich schließlich, seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft nach Rom zu verlagern, einen Ort, der aus seiner Sicht vielen Parallelen zu seiner argentinischen Heimat aufweist. 

Mit über 500 Stücken und fast 40 Alben unter eigenem Namen hat Girotto während seiner Karriere ein enormes Repertoire als Komponist aufgebaut. 

Er spielte mit Musikern wie Horacio "El Negro" Hernández, Bob Mintzer, Randy Brecker, Mercedes Sosa, Luciano Biondini, Enrico Rava und Fabrizio Bosso in diversen Ensembles.

Veröffentlichungen

Magic Moments 12
Various Artists - Magic Moments 12CD / digitalOne World Of Music. Vielfalt vereint. Mit Jazz als Epizentrum ohne Berührungsängste zwischen den Genres agiert ACT offen in alle Richtungen, sei es zu Pop, Rock, Singer-Songwriter oder traditioneller Volksmusik wie Flamenco und Tango. So präsentiert auch die mittlerweile zwölfte Magic Moments-Zusammenstellung aufregende Musik „in the Spirit of Jazz“: Fernab eines festgelegten Stils sind 71 Minuten purer Hörgenuss und spannendes Jazz-Infotainment garantiert, mit etablierten Stars, Newcomern und Geheimtipps. Den Anfang macht Iiro Rantala am Klavier mit seinem Portrait des Monats „August“ aus „My Finnish Calendar“, der den Jahreslauf seines Heimatlandes aus ganz persönlicher Sicht vertont. Der argentinische Tango ist, wie auch der Jazz, ein Paradebeispiel für eine lebendige, sich stetig entwickelnde musikalische Tradition. Das Javier Girotto Trio zeigt dies mustergültig mit „Deus Xango“ aus dem Album „Tango Nuevo Revisited“, ein zeitgemäßes Remake des Piazzolla-Mulligan-Klassikers von 1975. „Vier erste-Liga-Jazzer mit reiner Spielfreude“ (ZDF heute Journal), dafür steht „4WD“ von Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner. Jeder lenkt den Reisekurs des Quartetts gleichermaßen. Wo sie ankommen, bemerkt die Neue Zürcher Zeitung: „zu viert im Jazz-Olymp“. „Flamenco und Jazz sind Brüder“, behauptet der spanische Piano-Newcomer Daniel García. Im energiegeladenen Trio plus Special Guest Jorge Pardo zeigt er furios mit „Travesuras“, dass er damit absolut recht hat. Zusammen mit seiner Ehefrau Serena Fisseau erschafft der französische Akkordeonist Vincent Peirani anschließend einen vertrauten musikalischen Rückzugsort. „What A Wonderful World“ ist ein Statement an die Stille. Neue aufregende Klangwelten lässt ACT-Neuzugang Grégoire Maret mit Edmar Castaneda entstehen. Bei „Harp vs. Harp“ trifft Mundharmonika auf Harfe. Ein seltenes Paar, dass auf „Blueserinho“ zum Erlebnis wird. Mit seinem „Italian Songbook“ hat Trompeter Luca Aquino eine Hommage and die Musik seiner Heimat aufgenommen. Das Stück „Scalinatella“, von Filmkomponist Giuseppe Cioffi, erklingt in einer berührenden Trio-Version mit dem italienischen Pianistenstar Danilo Rea und Akkordeonist Natalino Marchetti. Die Sängerin Cæcilie Norby vereint auf „Sisters in Jazz“ Musikerinnen aus mehreren Generationen und Ländern. Ihre Komposition „Naked In The Dark“ belegt, dass Jazz nicht nur Männersache ist. „Klinken“ stammt aus dem Young German Jazz-Debüt „Stax“ des erst 25-jährigen Schlagzeugers Max Stadtfeld. Er und seine Mitstreiter posen nicht mit Intellektualität, bewegen sich im rhythmusorientierten Mainstream und weisen doch darüber hinaus. Mit Frische und gleichermaßen erstaunlicher Reife weiß das Quartett zu begeistern.Seit über 10 Jahren ist das Erfolgstrio Mare Nostrum um Paolo Fresu, Richard Galliano und Jan Lundgren ein Sinnbild für den Sound Europas. Alle drei sind sie Klangpoeten mit großer Liebe zur Melodie, was auch ihr nunmehr drittes Album unterstreicht und mit dem schwedisch angehauchten „Ronneby“ auf Magic Moments 12 dokumentiert ist. „Joachim Kühn interpretiert die Musik Ornette Colemans auf seine ganz eigene Art: lyrisch, sanft und in sich gekehrt, aber voller überraschender Details”, urteilt das Magazin Galore über das Soloalbum der deutschen Jazzikone. Im zuvor noch nie aufgenommenen Stück „Lost Thoughts“ verarbeitet Kühn seine erfolgreiche Geschichte an der Seite von Jazzlegende Coleman. Am 6. Februar 2019 wurde der Jazz-Baroness Pannonica (Nica) de Koenigswarter (1913 - 1988) mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie für ihren unermüdlichen Einsatz für den Jazz Tribut gezollt. Im Mittelpunkt standen Stücke von Musikern, welche Pannonica über viele Jahre mit Geld, Unterkunft, Rat und Freundschaft unterstützt hat und die ihr oft zum Dank eigene Kompositionen widmeten, so auch „Little Butterly“ von Thelonious Monk. Die New Yorker Sängerin Charenée Wade steht hier im Mittelpunkt, begleitet von Iiro Rantala, Dan Beglund und Anton Eger sowie der amerikanische Saxofon-Altmeister Ernie Watts. „Ein israelisches Power-Trio. Heavy Jazz!“, schreibt der Rolling Stone über Shalosh. Hört man das aufbrausende „After The War“ weiß man, warum: Rock und Indie-Jazz verbinden sich hier zu einer spannungsgeladenen Mélange. Der Geiger Adam Baldych ist ein begnadeter Virtuose und laut Stereo-Magazin „einer der technisch brillantesten Interpreten in der improvisierten Musik.“ „Longing“ von seinem Album „Sacrum Profanum“ ist eine sehnsuchtsvoll-melancholische Ballade, einfühlsam im Duo mit dem Pianisten Krzysztof Dys interpretiert. Auf „Painted Music“ entkleidet der Pianist Carsten Dahl konsequent Klassiker des Jazz-Repertoires und macht sich diese mit seinem ganz persönlichen Blick zu Eigen. Das bekannte traditionelle dänische Volkslied „Jeg gik mig ud en sommerdag“ gießt den Sommer in Noten und Klang. Zum Abschluss der Magic Moments 12 macht Nguyên Lê mit seinem Stück „Hippocampus“ das Thema der Compilation „One World Of Music“ noch einmal deutlich: Als musikalischer Wanderer zwischen den Kulturen verbindet der französische Gitarrist vietnamesischer Abstammung die Freiheit des Jazz mit Rock- und weltmusikalischen Einflüssen.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

4,90 €*
Tango Nuevo Revisited
Javier Girotto Trio - Tango Nuevo RevistedCD / digital Javier Girotto baritone saxophone & leader Gianni Iorio bandoneon Alessandro Gwis piano & electronics Der argentinische Tango ist, wie auch der Jazz, ein Paradebeispiel für eine lebendige, sich stetig entwickelnde musikalische Tradition: Schon in seiner Entstehungsphase um 1900 vereinte er Einflüsse aus europäischer, afrikanischer und lateinamerikanischer Musik. Und heute, über 100 Jahre später, ist er, sowohl in seiner traditionellen Form, als auch in Verbindung mit Elementen aus Pop, Elektro oder Jazz so vital wie eh und je. Kaum ein Musiker verkörpert die Öffnung und Weiterentwicklung des Tango so stark und leistete in diesem Bereich derartig viel Pionierarbeit, wie der argentinische Bandoneon-Spieler und Komponist Astor Piazzolla. Eines seiner Schlüsselwerke: Das Album „Tango Nuevo“ (auch unter dem Titel „Summit“ bekannt), aufgenommen im Jahr 1974 zusammen mit dem amerikanischen Baritonsaxofonisten Gerry Mulligan. Ein Welterfolg, der die gleichnamige Strömung des Tango weit über die Grenzen Argentiniens populär machte. Maßgeblich an der Popularität des Albums beteiligt war Siggi Loch unter dessen Federführung die Aufnahme 1975 auf Atlantic Records in Europa erschien und sich auch hier schnell zu einem großen Erfolg weit über die Tango- und Jazzkreise hinaus entwickelte. 40 Jahre später, reiste Loch auf der Suche nach neuer Musik und Inspiration durch Argentinien und die Reise brachte ihn zurück zu seinem lang gehegten Wunsch, eine aktuelle Replik auf das für ihn so wichtige „Tango Nuevo“ Album zu produzieren. Wenig später, wieder zurück in Europa, machte ihn der Trompeter Paolo Fresu auf den aus Argentinien stammenden, in Italien lebenden Saxofonisten Javier Girotto aufmerksam. Geboren im argentinischen Córdoba zog es diesen nach einer Jugend in Tango-Orchestern und Jazzbands zunächst für ein Jazzstudium an das Berklee College of Music nach Boston. Im Anschluss reiste er nach Italien, das Heimatland seiner Großeltern und entschloss sich schließlich, seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft nach Rom zu verlagern, einen Ort, der aus seiner Sicht vielen Parallelen zu seiner argentinischen Heimat aufweist. Das Album „Tango Nuevo“ entdeckt Girotto schon als Zehnjähriger in Argentinien. Es war ein Schlüsselerlebnis, das ihn sein weiteres Leben begleitet, vereint es doch die beiden Welten seines eigenen Schaffens – den argentinischen Tango und den amerikanischen Jazz. Erstaunlicherweise hatte Girotto die Musik des Albums bis dahin noch nie selbst gespielt, auch, weil er mit über 500 Stücken und fast 40 Alben unter eigenem Namen ein enormes Repertoire als Komponist aufgebaut hatte. Doch schnell reizte ihn die Herausforderung, die vertrauten Stücke aus seiner Perspektive zu interpretieren und dem Publikum von heute zudem die Möglichkeit zu geben, diese auch wieder im Konzert zu hören. Javier Girottos ACT-Debüt „Tango Nuevo Revisited“ ist gewissermaßen eine Kammer-Jazz-Fassung des, über weite Strecken aus Orchester- und Band-Arrangements bestehenden Originals. Zusammen mit seinen italienischen Mitmusikern und engen Freunden Gianni Iorio (Bandoneon) und Alessandro Gwis (Piano, Keyboards), dringt Girotto zum Kern der Stücke, ihren Melodien vor. Die Interpretationen des Trios klingen dabei oftmals jazziger als das Original mit seiner weicheren Pop-Jazz Ausrichtung. Und auch Girotto selbst lässt das Baritonsaxofon an vielen Stellen mehr knarzen und röhren, als Mulligan, ohne jedoch die zarteren, gesanglicheren Passagen zu vernachlässigen. Sowohl im Tango, wie auch im Jazz, gibt es keine reine Lehre. Es hat sie nie gegeben. Beide Richtungen waren und sind vielmehr Ausdruckspaletten, Vokabular und Rahmen für einen künstlerischen Austausch und das Erzählen von musikalischen Geschichten. So wie auf „Tango Nuevo Revisited“.Credits: Recorded by Stefano Quarta at Forward Studios, Grottaferrata (Rome), 14.& 15. 09. 2018 Mixed and mastered by Klaus Scheuermann Produced by Siggi Loch Cover art by Mimmo Paladino

17,50 €*

Konzerte