Pete York
Der in Redcar, England, geborene Schlagzeuger erlangte vor allem als Mitglied der Spencer Davis Group in den 1960er Jahren internationale Bekanntheit. Neben seiner Arbeit in der Rock- und Bluesmusik spielte York auch in zahlreichen Jazzformationen und entwickelte sich zu einem gefragten Musiker in verschiedenen Genres. Er arbeitete mit Künstlern wie Eric Clapton, Chris Barber und John Lord zusammen und war auch in Deutschland durch Projekte wie "Superdrumming" präsent. York ist bekannt für seine technische Virtuosität und seinen humorvollen Bühnenauftritt, was ihn zu einem beliebten Live-Performer macht. Über Jahrzehnte hinweg blieb er eine wichtige Figur in der internationalen Musikszene und beeinflusste Generationen von Schlagzeugern.
Veröffentlichungen
Fahrt ins Blaue II - groovin' in the spirit of jazz
Ab
12,90 €*
Various Artists - Fahrt ins Blaue II - groovi´n in the spirit of jazzCD / Vinyl / digitalVarious ArtistsTurn up the volume!Bot die erste „Fahrt ins Blaue“ noch hochklassige Sundowner-Songs und relaxte Seelenbaumler mit Niveau, ist „Fahrt ins Blaue II - groovin' in the spirit of jazz“ der Soundtrack für die Eröffnung der Tanzfläche. Mit funky Jazz, gritty Blues und ganz viel Soul ist die Compilation ein anregendes Warm-Up für die beginnende Party-Nacht.Die Sonne ist hinter dem Horizont verschwunden und der DJ schiebt die Regler rauf: Die tighten Bläser der WDR Big Band leiten in die „Fahrt ins Blaue“ ein, mit einem Klassiker der Art Blakey Jazz Messenger: „Moanin’“. Torsten Goods übernimmt mit dem U2-Cover „When Love Comes To Town“, das mit seinen Disco-Basslines und Wolfgang Haffners „in the pocket“-Groove jedem Stehempfang Goodbye sagt. Die Schwedin Ida Sand übernimmt hier den Part von B.B. King. Zusammen mit Raul Midón singt sie später ein weiteres Duett – „He Ain’t Heavy, He´s My Brother“.Viktoria Tolstoy erinnert mit ihrer Interpretation von „Paradise“ aus dem 1982 erschienenen Album „Lite Me Up!“ an die Disco/Pop-Phase von Herbie Hancock. Dann legen Joe Sample und Nils Landgren los. Die 2014 verstorbene US-Legende am Fender Rhodes und Mr. Redhorn haben nichts für Hollywood übrig, dafür umso mehr für heavy Grooves, wenn sie ohne Schnörkel und Brimborium „Don’t Take My Love To Hollywood“ down-to-earth aufs Parkett nageln. Nahtlos gefolgt von einem ACT-Klassiker aus dem Jahre 1997: „Joshua“ von Bernard Purdies „Soul To Jazz“ ist purer Gospel-Funk!Magnus Lindgrens „Penny Blue” entstand ganze 20 Jahre später. Der jüngste Track auf „Fahrt ins Blaue II“ ist feinster Souljazz, made in Stockholm. Dann wird es Zeit für waschechten Südstaaten-Soul mit ganz viel Louisiana-Feeling: „I Wish I Had A Girl Like You“ des 2015 verstorbenen Mighty Sam McClain. Youn Sun Nah zeigt sich ganz ungewohnt von ihrer tanzbaren Seite mit dem Paul Simon-Cover „She Moves On“, begleitet vom US-Gitarristen Marc Ribot. Es folgt eine kurze Verschnaufpause: Solveig Slettahjells „Holy Joe“ bringt eine sanft-bluesige Note ein und Muriel Zoe singt Steely Dan’s „Rikki Don’t Lose That Number“ mit relaxtem Country-Einschlag. Ehe Nils Landgren mit der kompletten Funk Unit abrockt. Unterstützt durch die WDR Big Band bläst Randy Brecker anschließend am Flügelhorn mit Lee Morgans Sou-Jazz-Hit „The Sidewinder“ zum großen Finale. Das DJ-Set scheint beendet, doch es folgt der Ruf nach einer Zugabe: Pete Yorks fetter Orgel-Funk füllt ein allerletztes Mal den Dancefloor. „Fahrt ins Blaue II“, das sind 14 sonnendurchflutete Tracks zum Grooven und Cruisen, zum Gutfühlen, Mitwippen und Abgehen. Musik, die packt und in die Beine geht. Der Sommer kann beginnen. Credits:Compiled by Marco Ostrowski Cover art by Rupprecht Geiger Mastered by Klaus Scheuermann
BIX - A Tribute to Bix Beiderbecke
20,00 €*
Echoes Of Swing - BIX - A Tribute to Bix BeiderbeckeCD / digital
Bernd Lhotzky piano & musical director Chris Hopkins alto saxophone Colin T. Dawson cornet & trumpet Oliver Mewes drums with Shannon Barnett trombone & vocals Mulo Francel c-melody saxophone & guitar Pete York drums, percussion & vocals Henning Gailing double bass Special guest on Jazz Me Blues: Emile Parisien soprano saxophoneLebendige Heldenverehrung: Eine Hommage an ein oft vergessenes Genie: Bix Beiderbecke prägte den Jazz der 20er Jahre und spätere Stars wie Chet Baker. „Bix“ wirft einen Blick auf seine Musik mit neuer Perspektive.Credits:
CD 1: A TRIBUTE TO BIX BEIDERBECKE Curated and produced by Siggi Loch Recorded by Stefan Gienger at Mastermixstudio Unterföhring (Munich), August 1 - 3, 2016 Mixed and mastered by Klaus Scheuermann, August 8 - 11, 2016 Mulo Francel appears courtesy of GLM Music CD 2: BIX BEIDERBECKE ORIGINAL MUSIC Bix Beiderbecke & His Gang Frank Trumbauer & His Orchestra 10 historical mono recordings
Basiecally Speaking
17,50 €*
Pete York - Basiecally SpeakingCD / digital
Pete York drums & vocals Torsten Goods guitar & vocals Gabor Bolla tenor sax Andi Kissenbeck - Hammond organ Special Guest on “Groovin‘ For Basie”: Wolfgang Schmid bass
Die Sache reicht zurück bis ins Jahr 1965. Da nahm die Spencer Davis Group – mit dem Nummer-Eins-Hit „Keep On Running“ gerade zu einer der heißesten Bands des Jahres avanciert – in London für die deutsche Phillips eine deutschsprachige Single auf. Neben dem Gitarristen und ehemaligen Deutschlehrer Spencer Davis, Steve Winwood und seinem älteren Bruder Muff gehörte der aufstrebende Schlagzeuger Pete York zur Band. Der nicht minder aufstrebende Produzent der Session war Siggi Loch. „Seit damals sind Siggi und ich befreundet“, erinnert sich Pete York, der im August dieses Jahres 70 geworden ist. „Vielleicht ist es Siggis Geburtstagsgeschenk an mich, dass ich jetzt bei ACT ein Album machen konnte.“
Das Geschenk heißt „Basiecally Speaking“, und wie der Titel unschwer vermuten lässt, steht Count Basie im Zentrum des Geschehens. York erklärt, warum: „Basie war meine erste Erfahrung mit Jazz. Als ich 15 war, nahm mich meine Mutter zu einem Konzert von ihm mit. Das war unvergesslich, auch sein dynamischer Schlagzeiger Johnny Payne. Wie natürlich auch die Power und die Dynamik dieser Bigband. Basie hat die ganze Sprache der Musik benutzt, und dazu kam noch sein Humor, sein ökonomisches Klavierspiel. Jede Note ist wichtig und swingt. All das habe ich immer versucht, in meine eigene Musik zu bringen. Vor allem habe ich von Basie gelernt, was man nicht spielt. “
Nicht nur darin hat es Pete York selbst zur Meisterschaft gebracht. Es gibt nicht viele derart vielseitige und raffinierte Schlagzeuger wie den Briten, der seit 1984 in Bayern lebt. Berühmt wurde er bereits Mitte der sechziger Jahre, eben bei der Spencer Davis Group und im Duo mit Eddie Hardin („kleinste Bigband der Welt“). Genregrenzen gab es für ihn nie, er spielte und spielt mit Jazzern wie Chris Barber und Klaus Doldinger, Bluesern wie Dr. John, Rockern wie der kürzlich verstorbene Deep Purple-Keyboarder Jon Lord und Liedermachern wie Konstantin Wecker. Für den Jazz-affinen Comedian Helge Schneider bedient er nicht nur regelmäßig die Drumsticks, vor kurzem stand er sogar mit ihm vor der Kamera. Mit so gut wie allen maßgeblichen Kollegen an den Stöcken arbeitete York für seine Fernsehserie Super Drumming zusammen. Und mindestens so gut wie als Schlagzeuger ist York auch als Entertainer mit britischem Humor.
Yorks Offenheit, Unverbissenheit und Publikumsnähe deckt sich mit dem Musikverständnis von Siggi Loch, nicht zuletzt auch die Liebe zur Tradition: „Vielen jungen Musikern fehlt das Wissen über die Geschichte des Jazz“, findet Loch, „doch wer seine Geschichte nicht kennt und ehrt, der hat keine Zukunft.“ Dass er selbst dafür etwas tut, war auch die Basis für „Basiecally Speaking“.
Im Frühjahr bekam Loch auf der Jazzahead in Bremen den Skoda-Award für sein Lebenswerk. Er nahm das Preisgeld von 15.000 Euro, verdoppelte es, und machte daraus ein Projekt, das herausragenden Nachwuchs einem rundum erfahrenen Veteran zusammenbringen sollte. Und wer wäre für diese Rolle des lernenden Lehrers besser geeignet gewesen als Pete York.
Deshalb spielen nun auch keine „old cats“ mit Pete York, auf „Basiecally Speaking“, sondern „Young Friends“. Da ist zunächst Gabor Bolla, der neue ACT-Stern am Saxophonhimmel. „Das war die Idee von Siggi Loch, ich kannte ihn vorher nicht. Umso erstaunter war ich, wie fortgeschritten er in diesem Stil ist. Gabor spielt dieses High-Power-Tenorsax, das in der Basie-Band immer extrem wichtig war, mit wie Leuten Lester Young, Hershel Evans oder Eddie ,Lockjaw' Davis. Es ist aufregend für einen Schlagzeuger, wenn sie und eben auch Gabor diese schnellen Tempi mitgehen können.“ Mit Andi Kissenbeck, dem Spezialisten für groovende Hammond-Orgel, hatte York schon Bekanntschaft gemacht, und so übertrug er ihm hier eine weitere zentrale Rolle: „Wenn man keine Bläsersätze hat, ist eine Hammond-Orgel fast der einzige mögliche Ersatz. Ich habe mit vielen gespielt, zum Beispiel mit Wild Bill Davis und natürlich mit meinen Rockkollegen wie Brian Auger, kann also beurteilen, wie fantastisch Andi das macht.“ Kommt schließlich noch Torsten Goods dazu, der schon oft - unter anderem auf den ACT-Alben „Irish Heart und „1980“ nachgewiesen hat, dass er die klassische Jazzgitarre so technisch brillant und stylish spielen kann wie kaum ein anderer. Aber auch, dass er über eine wunderbare Swing-Gesangsstimme verfügt, was Pete York zum Beispiel bei „Gee Baby“ nach Kräften ausnutzt.
Und so groovt, swingt und kracht es auf „Basiecally Speaking“ bei alten Basie-Reißern wie „Cute“, „Jumpin' At The Woodside“ oder „Splanky“, dass es eine wahre Freude ist. Oder, wie York bei Konzerten in seinem lustigen Denglish gerne sagt, wenn etwas zusammenkommt, was zusammenpasst: „Uh, what a Geschmack!“Credits:
Produced by Siggi Loch, Pete York & Torsten Goods Recorded at Mastermix Studio Munich, September 9 - 12, 2012 Mixed & mastered by Klaus Scheuermann The Art in Music: Cover art by Gert & Uwe Tobias, by permission of the artists