Der aus Frankreich stammende in New York lebende Pianist Romain Collin gilt als vielversprechender Newcomer des internationalen Jazz.
So bezeichnete Jon Weber vom amerikanischen National Public Radio Collin als „einen visionären Komponisten, einen herausragenden Jazzpianisten und einen hellen aufstrebenden Stern in der Welt des Jazz“.
Collin hat bereits 1979 seine ersten Sporen bereits imposant verdient: Ob als Stipendiat des legendären Berklee College of Music und des Thelonious Monk Insitute of Jazz, auf Tour mit Größen wie Wayne Shorter und Herbie Hancock oder auf der Bühne neben Marcus Miller, Jimmy Heath und Terence Blanchard.
Die beliebte Zusammenstellung "Magic Moments", kuratiert von Siggi LochTrackliste:
01 Elevation of Love // Album: e.s.t. 30
Magnus Öström, Dan Berglund, Magnus Lindgren, Joel Lyssarides, Verneri Pohjola, Ulf Wakenius 02 Second Nature // Album: Life Rhythm
Wolfgang Haffner03 Raw // Album: raw
Nils Landgren Funk Unit 04 The Answer // Album: The Answer
Jakob Manz 05 Shots // Album: Bloom
Bill Laurance 06 Das Handtuch // Album: Tough Stuff
Iiro Rantala 07 She’ll Arrive Between 10 & 11 // Album: Guitar PoetryMikael Máni 08 Terrible Seeds // Album: While You Wait
Little North 09 Se Telefonando // Album: Ennio
Grégoire Maret, Romain Collin 10 Wonderland // Album: Wonderland
Daniel García Trio 11 Fresu // Album: Inner Spirits
Jan Lundgren, Yamandu Costa 12 Hands Off // Album: Stealing Moments
Viktoria Tolstoy 13 Hidden Prelude // Album: What the Fugue
Florian Willeitner 14 Pralin // Album: Let Them Cook
Emile Parisien 15 My Brother Rolf // Album: Komeda
Joachim Kühn 16 Passacaglia // Album: Passacaglia
Adam Bałdych, Leszek Możdżer 17 Linden Tree Rag // Album: Rag Bag
Bernd Lhotzky 18 Zafeirious Solo // Album: Arcs & Rivers
Joel Lyssarides, Georgios Prokopiou
Various Artists - Magic Moments 13CD / digitalBestes Jazzinfotainment: 16 Tracks, 75 Minuten Musik in the Spirit of Jazz, u.a. mit Nils Landgren & Jan Lundgren, Wolfgang Haffner,Ulf Wakenius, Solveig Slettahjell, Grégoire Maret, Vincent Peirani & Emile Parisien, Kadri Voorand, Viktoria Tolstoy, Jazzrausch Bigband.Credits:
Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann
Grégoire Maret - AmericanaCD / digitalGrégoire Maret harmonica
Romain Collin piano
Moog Taurus pump organ; additional effects
Bill Frisell electric guitar, acoustic guitar; banjo
Clarence Penn drums
Er ist ein Meister darin, mit einem kleinen Instrument große Musik zu malen: Während sein Werkzeug fast in die Hosentasche passt, entwirft Grégoire Maret ohne spieltechnische oder geographische Beschränkungen Klangkunst mit globaler Imaginationskraft. Dieses Mal wandelt der Mundharmonika-Virtuose auf den mythischen Spuren der amerikanischen Seele: „Americana“ ist eine Koproduktion mit Romain Collin, den das US-amerikanische National Public Radio „einen visionären Komponisten und herausragenden Jazzpianisten“ nennt. Gemeinsam haben sie sich niemand geringeres als Bill Frisell an ihre Seite geholt und setzen amerikanisches Songwriting mit der hohen Kunst des Instrumentals in Beziehung, die Weite der Klang-Landschaften mit epischen Geschichten. Maret trägt zwei Kulturen in sich – die europäische und die Afroamerikanische. In der Schweiz geboren und aufgewachsen lebt er seit über 20 Jahren in den USA. „Meine Mutter ist Amerikanerin, in Harlem geboren, und hat mir die afroamerikanische Kultur mitgegeben“, erzählt Maret, der in der New Yorker-Szene längst eine Größe ist und an der Seite von Herbie Hancock und Pat Metheny gespielt hat, über seinen Background. „Das neue Album ist also auch ein Ergebnis meiner ganz persönlichen kulturellen Erfahrungen.“ Diese teilt er mit Romain Collin. Der Franzose fasste, ebenso wie Maret, am Hudson River Fuß, wird von Hancock und Wayne Shorter geschätzt und hat sich einen Namen als feinfühliger Filmmusikschreiber gemacht. „Americana haben wir beim Zusammenfluss von Folk, Country, Blues, R&B, Gospel und Bluegrass gegründet. Die Band beruht in ihrem Wesen darauf, dass wir alle Wurzeln der amerikanischen Musik und Kultur miteinschließen“, so Maret und Collin zum Selbstverständnis der neuen Formation. Um in dieses Universum einzutauchen, zogen sich die beiden die Gitarrenarbeit eines der großen Kreativköpfe des Fachs an Land: Bill Frisells singendes, lyrisches Timbre sowohl auf der Elektrischen als auch der Akustischen ist unverwechselbar, stets geprägt durch seine ganz persönlichen Metamorphosen von Bluegrass, Country und Blues und ein tiefgründiger Kenner der Philosophie des Songwritings. Einen feinen, pointierten Akzent steuert außerdem Clarence Penn bei, als Schreiber und Produzent für Popgrößen sowie als Filmmusiker genauso versiert wie als Jazzdrummer. Die Reise des Americana-Trios startet kurioserweise mit einem Briten – doch spätestens seit dem epischen Dire Straits-Album „Love Over Gold“ hatte Mark Knopfler gezeigt, wie gekonnt er die Mythen der amerikanischen Geschichte verinnerlicht hat. Maret und Collin reduzieren den Welthit „Brothers In Arms“ auf seine Essenz, lassen ihn ganz aus dem tröstlichen Atem der Nostalgie leben. Aus seinem immensen Werkkorpus hat Bill Frisell die Kompositionen „Small Town“ und „Rain, Rain“ beigesteuert: Erstere kommt als bezaubernde Folksong-Miniatur daher, mit rustikal-trockenem Banjo zur wehmütigen Mouth Harp, letztere swingt hymnisch-ruhig im melodischen Geflecht von Gitarren, Piano und Harmonika. Mit Jimmy Webb ehrt das franko-amerikanische Ensemble einen der größten Songschmiede überhaupt: Sein „Wichita Lineman“ gewinnt in dieser verlangsamten Instrumentalfassung nochmals an räumlicher Tiefe, die Seele des Überland-Elektrikers singt geradezu in Marets herzblutender Improvisation. Justin Vernon alias Bon Iver, einem Americana-Vertreter der Hipster-Generation, huldigen Maret & Co in „Re: Stacks“: Maret spendet dem gebrochenen Herzen hier Mut für ein neues Lebenskapitel, umspielt von glimmendem Electronica-Gespinst.
Und schließlich haben Maret und Collin das Americana-Genre auch in Eigenkompositionen adaptiert: Die Weinanbaugegend um das kalifornische “San Luis Obispo” hat Romain Collin in einem ruhig schreitenden, sonnig beschienenen Song eingefangen. Ein genauso stolzer wie inniger Walzer ist Maret mit „Back Home“ gelungen, den Clarence Penn mit dezentem Besen untermalt und der sich zu fast übermütigem Triumph über die Heimkehr emporschwingt. „The Sail“ hingegen kündet von Aufbruch: Das Piano entwirft im Wechsel mit der Harmonika eine weitgeschwungene Dramaturgie, mal nachdenklich, mal entschlossen. Und in ihrem gemeinsamen Finalstück „Still“ sinnen Maret und Collin in einem meditativen Flow über ihren amerikanischen Trip nach.
„Wo und wann immer Grégoire sein Instrument an die Lippen setzt, versetzt er alle Zuhörer mit einer so süßen wie kraftvollen Intensität auf eine höhere Ebene“, diese höchsten Weihen, die Grégoire Maret einmal aus dem Munde von Cassandra Wilson empfing, gelten ganz besonders für dieses introspektive, seelenvolle Album.Credits:Recorded by Jeremy Loucas at Bunker Studios, NY Mixed by Jeremy Loucas at Sear Sound, NY Mastered by Alan Silverman at Arf Mastering Studios, NY Produced by Grégoire Maret; Romain Collin Cover art by Anna Ley: Plus 1992 (2019) / ACT Art Collection
Various Artists - Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"CD / digitalDie achte Ausgabe der beliebten Magic Moments-Reihe: 71 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle Programm mit ACT-Stars, Newcomern und Geheimtipps. Unter dem Motto „Sing Hallelujah“ hat ACT-Inhaber und Produzent Siggi Loch 16 Titel zusammengestellt, die vor allem den Bogen vom Jazz zu Soul, Gospel und der afroamerikanischen Rootsmusik spannen. Einmal mehr präsentiert sich das Münchener Label hörbar anders, abseits der ausgetretenen Pfade „in the Spirit of Jazz“: Musik fernab eines festgelegten Stils. Mal mehr, mal weniger Jazz. Zwischen den Genres. Am Puls der Zeit und darüber hinaus.
Bei „Sing Hallelujah“ stehen die Gesangskünstler von ACT im Rampenlicht: Die kürzlich verstorbene Soul-Blues Legende Mighty Sam McClain eröffnet Magic Moments 8 mit dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud. Letzterer ist auf einem weiteren Titel zu hören, gemeinsam mit der Sängerin Solveig Slettahjell und dem Trio „In The Country“. Auf „Borrowed“ Time, aus dem Album „Trail of Souls“, verlinkt das Ensemble die amerikanische Gospel- & Spiritual-Tradition mit der norwegischen Klangästhetik.
Torsten Goods interpretiert das Titelstück aus der Feder von Mike Settle in seiner lässig-coolen Art mit Starbesetzung: Roberto Di Gioia, Tim Lefebvre und Wolfgang Haffner. Ida Sand ist mit einer Hommage an Neil Young vertreten. Natalia Mateos Stimme hat „eine ganz eigene Geschichte zu erzählen“ (Die Zeit). In einer ungewöhnlichen Version interpretiert sie „I Put A Spell On You“, den wohl bekanntesten Hit des US-amerikanischen Blues-Sängers Screamin' Jay Hawkins. Und die Norwegerin Randi Tytingvåg betont auf „Steady-going“ ihre Singer-Songwriter-Qualitäten und bedient sich der amerikanischen Folk- & Country-Roots. Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat für „Piano Man“ sein „Kind of Cool“-Ensemble um den stimmgewaltigen Soulman Max Mutzke erweitert.
Unterschiedlichste Instrumentalnummern runden Magic Moments 8 ab: Dieter Ilg interpretiert mit seinem Trio Beethoven. Iiro Rantala spielt John Lennons „Imagine“ solo am Klavier und der Saxofonist Rudresh Mahanthappa, 3-facher DownBeat Critic‘s Poll Gewinner 2015, ehrt mit „Bird Calls“ den großen Charlie Parker. „High Noon in Kreuzberg“ heißt es bei dem finnischen, in Berlin lebenden Gitarristen Kalle Kalima, wenn er im Trio den Western-Klassiker „Ghost Riders In The Sky“ von Stan Jones zum Besten gibt. Mit dem Pianisten Frank Woeste ist ein weiteres neues ACT-Gesicht vertreten. In seiner Wahlheimat Frankreich ist der gebürtige Hannoveraner längst eine feste Größe und spielt dort mit Ibrahim Maalouf sowie mit Youn Sun Nah, die ihn bei „Star Gazer“ mit ihrem unnachahmlichen Gesang unterstützt.
„If music be the food of love, play on“ heißt es in Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“. Um die Wörtchen „and life“ möchte man das Zitat erweitern, das als Credo für die Arbeit von ACT stehen kann. Seit nunmehr 23 Jahren liefern Siggi Loch und sein Team mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein musikalischen Nährstoff. Musik für offene Ohren, für den Geist, für das Herz, die Seele und für alle, die gute Musik lieben – wie die Werkschau auf „Magic Moments 8“ beweist.Credits:
Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann
Romain Colllin - Press EnterCD / digital
Romain Collin piano, sound design & programming Luques Curtis double bass Kendrick Scott drums Mino Cinelu percussion (09) Megan Rose vocals (01 & 08) Jean-Michel Pilc whistles (05) Grey McMurray guitar (04) Laura Metcalf cello„Ich verbinde immer Visuelles mit Musik – und Musik mit Visuellem.“ sagt Romain Collin, 35, Pianist, Jazz- und Filmkomponist, aufgewachsen in Paris, heute Wahl-New Yorker. Von der ersten Note seines ACT Debüts „Press Enter“ hört und spürt man, was das bedeutet: Mit ihrer großen atmosphärischen Kraft lässt Collins Musik unweigerlich schillernde, bewegte Bilder entstehen, zieht einen unmittelbar in ihren Bann. Was Romain Collin mehr als alles andere antreibt ist der Drang nach musikalischem Storytelling. Seine Stücke bestechen durch ihre kompositorische Klarheit, große stilistische Bandbreite, ein enorm weites dynamisches Spektrum und so eingängige wie raffinierte Themen. Zusammen mit Drummer Kendrick Scott und Bassist Luques Curtis schafft Collin einen „großen“, an vielen Stellen fast schon dramatischen, dann wieder intimen und reduzierten Ensemblesound, der seine musikalischen Geschichten eindrucksvoll auf die innere Leinwand des Hörers überträgt.
Dem Piano nähert sich Romain Collin schon im jungen Alter über die klassische Musik. Doch schon bald entdeckt er seine Faszination für Oscar Peterson, Erroll Garner und Herbie Hancock, die ihn zum Jazz bringt. Mit 15 besucht er zum ersten Mal New York, ist tief beeindruckt und verspricht sich selbst: hier werde ich irgendwann leben! Und tatsächlich - der Traum wird, Stück für Stück, wahr. Im Jahr 2001, kurz nach seinem 20. Geburtstag, zieht er für ein Studium am Berklee College of Music nach Boston, danach nach Los Angeles für ein weiteres Studium am Thelonious Monk Institute of Jazz. Derart gerüstet macht er schließlich seinen Jugendtraum wahr, zieht nach New York und bleibt. Über das Leben als Musiker dort sagt er: “Was New York besonders macht, ist nicht nur Jazz, sondern die schiere Intensität der Stadt. Sie ist ein unglaublich dynamischer Ort, der einen ständig herausfordert und inspiriert - als Künstler wie als Mensch. Nichts bleibt wirklich so wie es ist in New York – es ist ein ständiges Wachsen und Entwickeln.“
Über die Aufnahmeprüfungen und das Studium am Thelonious Monk Institute lernt er auch Herbie Hancock und Wayne Shorter, seine größten Mentoren kennen. Mit beiden tour er wenig später durch Indien und Vietnam. Er erinnert sich: „Es war eine einzigartige Gelegenheit, beide nicht nur als Musiker, sondern auch als Menschen kennenzulernen. Wir verbrachten eine Menge Zeit miteinander, machten tagsüber Sightseeing und spielten abends große Konzerte. Herbie Hancock war einer der Hauptgründe, warum ich Pianist werden wollte und nun mit ihm zu spielen war ein unvergessliches Erlebnis.“
Romain Collin macht sich so schnell einen Namen in der US-Szene, spielt mit Künstlern wie Mike Stern, John McLaughlin sowie Christian McBride und veröffentlicht mit „The Rise and Fall of Pipokuhn“ (2009) und „The Calling“ (2012) zwei Alben als Leader, die begeisterte Kritiken erhalten. NPR (National Public Radio) nennt ihn „einen visionären Komponisten, einen herausragenden Jazzpianisten und einen hellen aufstrebenden Stern in der Welt des Jazz“, The Boston Globe „eine der führenden Figuren einer neuen Generation von Jazzmusikern”. Darüber hinaus nutzt Collin seine Fähigkeit, visuelle und musikalische Elemente zu verbinden und arbeitet regelmäßig als Komponist für Dokumentar- und Spielfilme.
„Press Enter“ ist das Destillat all dieser Einflüsse: amerikanische Jazz-Tradition und -Moderne, europäische Klassik, Filmmusik, Komposition und Improvisation. Der Titel ist bezeichnend für Romain Collins Art, konsequent seinen eigenen Weg zu verfolgen und geht auf Wayne Shorter zurück. Collin erinnert sich: „Als ich mit Wayne in Indien war, sprachen wir darüber, wie man manchmal große Pläne im Leben oder in der Musik hat – aber oft nicht nach ihnen handelt. Plötzlich machte er eine Pause und sagte dann „Press Enter!“. Danach ging er…aber das blieb bei mir hängen.“
Credits:
Recorded October 7 - 9, 2013 at the Clubhouse, Rhinebeck (NY) Tracking, mixing and additional programming by Jeremy Lucas Mastered by Mark Wilder at Battery Studios (NY) Produced by Romain Collin and Matt Pierson Music composed & arranged by Romain Collin except otherwise noted