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Shalosh

Piano, Bass, Schlagzeug. Drei Instrumente, drei junge Musiker. Eine Modern Jazz Band, die für Nirvana, Brahms und The Bad Plus schwärmt. Verschiedene Stile verbinden sie mit furioser Leidenschaft: die Lautstärke des Rock und die Tanzbarkeit elektronischer Musik trifft auf die Sensibilität studierter Jazz-Musiker. Der Name der Band: SHALOSH, hebräisch für “Drei”.

“Die drei Musiker explodieren fast vor Spielfreude. Ihre extrovertierte Umsetzung des kompositorischen Materials überwältigt. Ihre melodischen Wechsel, ihr Variieren der Zeit (mehrmals innerhalb eines Stückes), ihr improvisatorischer Funkenflug lotet die Grenzen des Jazz gewaltig aus. Rockige Querverweise, östliche und afrikanische Ideen, ja selbst elektronische Erweiterungen paaren sich mit klassischer Virtuosität und energiegeladenem Jazz.” – JAZZ FIRST | JÖRG KONRAD

Veröffentlichungen

Tales of Utopia
Shalosh - Tales of UtopiaCD / Vinyl / digital Gadi Stern piano and keys David Michaeli double bass Matan Assayag drums Wieder sind da der eingängige Groove und die ausgeprägte Melodik, die den typischen Shalosh-Sound definieren. Wieder gibt es diese Dreierkompaktheit, die schon im hebräisch „drei“ bedeutenden Bandnamen steckt. „Heavy-Jazz!“, hörte der deutsche Rolling Stone und der Kritiker der Times eine „Verheißung“. Im Deutschlandfunk war die Rede von „Jazz auf der Überholspur“, der wieder „junge Jazzfans in ganz Europa“ erreicht. Der Tagesspiegel schreibt wiederum begeistert „Diese Band rockt“. Jeder der drei Musiker speist seine musikalischen Vorlieben Jazz, Klassik, Grunge, Rock, Techno oder Folk in den gemeinsamen Organismus ein, der die Elemente zu einem spannungsgeladenen Gemisch verdichtet. In begeisternden Konzerten rund um den Globus ist das weiter verfeinert worden, ohne das Publikum zu unterfordern. Diese Musik zielt gleichermaßen auf Herz, Intellekt und Beine.So hätte es weitergehen können, doch hat sich seit „Broken Balance“ aus dem Jahr 2020 vieles verändert. „Es ist eine andere Welt“, sagt Gadi Stern, „das kann man auf dem neuen Album hören. Damals war alles in Ordnung, fast nichts fehlte. Jetzt ist da ein Gefühl vom Ende der Welt.“ Also stellten sie ihre Musik, die immer schon ein Story-Telling in Tönen gewesen ist, in größere Zusammenhänge. Dazu dachten sie sich eine Geschichte aus, die auf Stoffen aus dem Alten Testament und der Odyssee basiert. Mit ihrer rhapsodischen Mischung aus christlicher und griechischer Mythologie fanden sie eine Verbindung von Weltkulturen und einen roten Faden für ihr Album. Ein junger Held reist ins Unbekannte. Unbekannt jedoch ist nicht nur die äußere Welt, sondern auch das eigene Innere. Doch jede Reise ist auch begleitet von Selbstvergewisserung, die einen stärker macht. „Tales of Utopia“ handelt davon, wie utopisches Denken auf der Beschäftigung mit dem eigenen Ich basiert, auf Konzentration und Meditation als Gegenmittel zum Informationsoverkill.Shalosh formulieren ihre Musik als Zufluchtsort. In einer krisendurchzogenen Welt wollen sie Kraft und Trost spenden, Fantasie beflügeln und Halt geben gegen Pandemie, Panzer und Parolen. Wie in einem Stationendrama schaffen sie Bilder vom Erreichen der großen Stadt mit ihrer Flut neuer Eindrücke, in denen sich der Held zurechtfinden muss, von der Reizüberwältigung auf dem Markt mit Gerüchen, Farben und Bewegungen, vom dramatischen Verlassen der Metropole im Sonnenuntergang, vom schlingernden Boot auf dem Ozean, von den drei Schwestern auf der Insel, die sich um den Helden kümmern, wobei sich deren Stimmen verschränken. Die Träume des Königs sind zweigeteilt in all den Turbulenzen und stimuliert von einem schlechten Berater, bis alles dann doch im Happy End in einem marokkanisch inspirierten Hochzeitslied mündet, bei dem sich die Band mit Freunden zur Party mit Händeklatschen und Gesang in einem Raum trifft." Den Rahmen dieser immer gültigen Geschichte gibt der einprägsame Shalosh-Sound, in den sie die Geschichten fügten wie auf einem großen Gemälde, wobei sie die Chronologie der Ereignisse dem musikalischen Flow angepasst haben. Anders war diesmal der Aufnahmeprozess. Ohne Kopfhörer und Amps haben die drei nah beieinander wie unter Livebedingungen ihre song- und soghaften Geschichten aufgenommen. Rauer und direkter klingt das, denn der Raum war mit Dynamik aufgeladen. Wichtig war, was die Texte musikalisch auslösten. „Drin im Raum konnten wir dem Trouble der Welt entgehen“, erinnert sich Schlagzeuger Matan Assayag. „Für drei, vier Stunden haben wir uns auf die Musik fokussiert und unsere Utopie formuliert. So konnten wir den täglichen Druck ausblenden. Das ist der Sinn hinter dem Titel. Das vorige Album reflektierte die Welt draußen, dieses handelt von innerer Harmonie.“„Tales of Utopia“ dokumentiert eine Suche nach Haltung und Friedfertigkeit. Gadi und Matan sind jüngst Väter geworden. Auch diese positive Energie ist eingeflossen. „Kunst macht die Welt besser“, beschreiben sie ihre Intentionen, „wir wollen Schönheit in die Welt bringen und ein Gefühl erzeugen, dass die Leute mit sich selbst glücklich sein können. Das müssen sie wieder lernen und neben der Informationsflut eine Position finden, damit nicht immer mehr immer weniger bedeutet. Unsere Kinder waren dabei die besten Lehrer, weil sie sich von kleinen Dingen faszinieren lassen. So kann man das Destruktive überwinden.“ Es gibt mehr als den allgegenwärtigen Pragmatismus. Diese packende und farbenreiche Musik lädt dazu ein, sich verzaubern zu lassen und sich auf das Schöne ringsum zu fokussieren. Dazu setzt sie auf einen humanen Faktor, der nicht nach Perfektion strebt, sondern nach kontemplativer Frische, Reibeflächen und Vitalität. Credits: Music composed, arranged and produced by Shalosh Cover art "Blokeret dør, 2000" by Tal R

Ab 18,90 €*
Broken Balance
Shalosh - Broken BalanceCD / digital Gadi Stern piano & synths David Michaeli double bass Matan Assayag drums Shaloshs Erfolgsgeschichte geht weiter. „Broken Balance soll neu und frisch sein. Wir wollten die Extreme mehr ausreizen, wollten mehr links und rechts schauen und dramatischer sein. Man wird neue Facetten finden“, sind sich die Mitglieder des israelischen Trios einig. Im vergangenen Jahr wurden von der Kritik Namen wie e.s.t., GoGo Penguin und The Bad Plus in Stellung gebracht, als es um ihre ACT-Debüt-CD „Onwards and Upwards“ ging. „Schwerelos swingende Grooves bis zum treibenden Techno-Beat“ wurden gehört und auch „an deutscher Klassik geschultes“ Schwelgen. Und Optimismus, weil „das Allermenschlichste nun einmal die Hoffnung ist“. Um die auszudrücken, springt Shalosh aus den Schubladen. Gute Musik ist nötig, und die machen Pianist Gadi Stern, Kontrabassist David Michaeli und Schlagzeuger Matan Assayag. In Hunderten von Konzerten rund um den Globus haben sie ihr breit gefächertes Publikum davon überzeugt vom Rockfestival bis in den intimen Jazzclub. „Das Leben verläuft nicht linear und unsere Welt hält immer neue Überraschungen bereit. Gegebenes verändert sich, Bekanntes wird modernisiert. Nichts bleibt, wie es ist. Dabei im Gleichgewicht zu bleiben, das Leben auszutarieren, auf persönlicher gesellschaftlicher und auch politischer Ebene, das ist die große Herausforderung unseres Daseins.“ Diese Haltung versuchen Shalosh auch in ihrer Musik auszudrücken. Umso mehr auf „Broken Balance“. Shalosh mischen Stile und Genres munter durcheinander. Sie spielen mit Kontrasten und musikalischen Aggregatzuständen. Durchschlagskraft und Fragilität sind dabei sich zwei ergänzende Pole. Gerade etabliertes nimmt plötzlich eine andere Wendung. „Wir sind immer Shalosh. Es gibt unsere Einheit, die mal nach Swing, dann wieder nach Death Metal klingen kann.“ Beliebig ist diese Musik deswegen noch lange nicht, im Gegenteil. Shalosh ist wie ein gemeinsam atmender Organismus. Sie sind viel mehr als nur ein weiteres Klaviertrio. Das neue Album hebt an mit „The Orphan Boy Who Wanted To Be A King“. Es ist ein träumerisch beginnender Song mit einer Story. Ein Waisenknabe sinniert über die Vision, ein König zu sein. Die sich steigernde Melodie, lässt das tatsächlich möglich erscheinen. „The Emporer’s New Clothes“ thematisiert Paranoia und Unheil in den Köpfen mancher politischen Führer dieser Tage, die nicht mehr an das Wohl aller denken. Der Sad-Song über David Bowie ist inspiriert von einem Zeitungsfoto und erfindet dazu eine Geschichte, die davon handelt, wie eine schlechte Nachricht in ein künstlerisches Statement über-setzt werden kann. „The Birth Of Homo Deus“ ist der Soundtrack zu einem dreiteiligen Filmskript in dem die Computer das Ruder übernehmen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, und „Nina“ ist seinem Hund gewidmet. Die spontane Ballade „Quiet Corner“ ist die Ruhe-Insel des Albums, und in der einzigen Coverversion des Albums, nimmt sich das Trio endlich ein Nirvana-Stück vor. Ein israelischer Radiosender hatte das angeregt. „Dieser Nirvana-Grunge ist ein großer Einfluss für uns. Wir ha-ben das viel gehört, und sie haben uns sehr inspiriert. Diese Haltung fehlte uns im aktuellen, oft zu ernstem Jazz“, sind sich die drei einig. Zum Bonus-Track „Party On A Powder Keg“ soll getanzt werden. Er fängt ein paradoxes Israel-Gefühl ein: Während des Krieges wurde gefeiert. Diese zupackende Band aus Tel Aviv möchte sich einmischen und protestieren gegen politische Fehlentwicklungen und Egoismus. Im Süden der Stadt, wo es viele Emigranten gibt, leben die drei nah beieinander in jeweils nur zwei Fußminuten Entfernung. Hier proben sie regelmäßig und konzentriert. „Es macht Spaß, miteinander etwas zu entwickeln“, fasst Bassist David Michaeli zusammen. Diesen Spaß kann man hören. Ihre intensiv insistierende Musik stellt keine Denkaufgaben, ist eingängig, wuchtig und doch filigran. Sie entwickelt eine Suggestivkraft, die auf einem Hang zur Perfektion basiert. „Ich habe mich wirklich verliebt in Shalosh“, schwärmte Jamie Cullum. Unbändige Spielfreude erzeugt eine Spannung, die in die Beine geht, eingängige Melodik dreht, wendet und immer weiter steigert. So entsteht in ausgefuchstem Stop & Go ein Sound, von dem man sich gern gefangen nehmen lässt – je länger, je lieber. Shalosh erzählen Geschichten, denn sie haben was zu sagen. Sie wollen anregen, hinweisen und brauchen dafür keine Worte. „Die Songs sollen hängenbleiben. Es klingt bekannt, obwohl es neu ist“, beschreibt das Matan Assayag. „Emotion ist wichtiger als Intellekt“, fügt David Michaeli hinzu. Und Gadi Stern verweist auf die Spielhaltung der Band: „Wir möchten uns in der Musik verlieren, dann setzt die Magie ein. Du darfst nicht mehr nachdenken, wenn der Flow ganz natürlich geworden ist. Wir öffnen uns, und dann kann jeder etwas tun, das die anderen sofort antizipieren.“ Aus diesem engen Miteinander resultiert Shaloshs kompakter Gruppensound, der markant und wiedererkennbar ist. Er klingt gleichzeitig nach Zukunft und nach Tradition. Dichte Klangereignisse rollen ab, elastisch und stabil. Sie sind strapazierfähig und doch erstaunlich filigran. Innerhalb der nächsten Jazzgeneration sind Shalosh ein markantes Beispiel für einen neuen Zugriff. „Manchmal sagen die Leute, das sei kein Jazz. Wir nehmen das als Kompliment.“ Credits: Music composed, arranged and produced by Shalosh except Breed by Kurt Cobain Recorded by Michael Dahlvid at Nilento Studio, Gothenburg, February 3rd-5th, 2020 Sound design by Lars Nilsson Mixed and mastered by Lars Nilsson Piano sound design on the “Orphan Boy” by Arik Finkelberg Produced by Shalosh

17,50 €*
Magic Moments 12
Various Artists - Magic Moments 12CD / digitalOne World Of Music. Vielfalt vereint. Mit Jazz als Epizentrum ohne Berührungsängste zwischen den Genres agiert ACT offen in alle Richtungen, sei es zu Pop, Rock, Singer-Songwriter oder traditioneller Volksmusik wie Flamenco und Tango. So präsentiert auch die mittlerweile zwölfte Magic Moments-Zusammenstellung aufregende Musik „in the Spirit of Jazz“: Fernab eines festgelegten Stils sind 71 Minuten purer Hörgenuss und spannendes Jazz-Infotainment garantiert, mit etablierten Stars, Newcomern und Geheimtipps. Den Anfang macht Iiro Rantala am Klavier mit seinem Portrait des Monats „August“ aus „My Finnish Calendar“, der den Jahreslauf seines Heimatlandes aus ganz persönlicher Sicht vertont. Der argentinische Tango ist, wie auch der Jazz, ein Paradebeispiel für eine lebendige, sich stetig entwickelnde musikalische Tradition. Das Javier Girotto Trio zeigt dies mustergültig mit „Deus Xango“ aus dem Album „Tango Nuevo Revisited“, ein zeitgemäßes Remake des Piazzolla-Mulligan-Klassikers von 1975. „Vier erste-Liga-Jazzer mit reiner Spielfreude“ (ZDF heute Journal), dafür steht „4WD“ von Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner. Jeder lenkt den Reisekurs des Quartetts gleichermaßen. Wo sie ankommen, bemerkt die Neue Zürcher Zeitung: „zu viert im Jazz-Olymp“. „Flamenco und Jazz sind Brüder“, behauptet der spanische Piano-Newcomer Daniel García. Im energiegeladenen Trio plus Special Guest Jorge Pardo zeigt er furios mit „Travesuras“, dass er damit absolut recht hat. Zusammen mit seiner Ehefrau Serena Fisseau erschafft der französische Akkordeonist Vincent Peirani anschließend einen vertrauten musikalischen Rückzugsort. „What A Wonderful World“ ist ein Statement an die Stille. Neue aufregende Klangwelten lässt ACT-Neuzugang Grégoire Maret mit Edmar Castaneda entstehen. Bei „Harp vs. Harp“ trifft Mundharmonika auf Harfe. Ein seltenes Paar, dass auf „Blueserinho“ zum Erlebnis wird. Mit seinem „Italian Songbook“ hat Trompeter Luca Aquino eine Hommage and die Musik seiner Heimat aufgenommen. Das Stück „Scalinatella“, von Filmkomponist Giuseppe Cioffi, erklingt in einer berührenden Trio-Version mit dem italienischen Pianistenstar Danilo Rea und Akkordeonist Natalino Marchetti. Die Sängerin Cæcilie Norby vereint auf „Sisters in Jazz“ Musikerinnen aus mehreren Generationen und Ländern. Ihre Komposition „Naked In The Dark“ belegt, dass Jazz nicht nur Männersache ist. „Klinken“ stammt aus dem Young German Jazz-Debüt „Stax“ des erst 25-jährigen Schlagzeugers Max Stadtfeld. Er und seine Mitstreiter posen nicht mit Intellektualität, bewegen sich im rhythmusorientierten Mainstream und weisen doch darüber hinaus. Mit Frische und gleichermaßen erstaunlicher Reife weiß das Quartett zu begeistern.Seit über 10 Jahren ist das Erfolgstrio Mare Nostrum um Paolo Fresu, Richard Galliano und Jan Lundgren ein Sinnbild für den Sound Europas. Alle drei sind sie Klangpoeten mit großer Liebe zur Melodie, was auch ihr nunmehr drittes Album unterstreicht und mit dem schwedisch angehauchten „Ronneby“ auf Magic Moments 12 dokumentiert ist. „Joachim Kühn interpretiert die Musik Ornette Colemans auf seine ganz eigene Art: lyrisch, sanft und in sich gekehrt, aber voller überraschender Details”, urteilt das Magazin Galore über das Soloalbum der deutschen Jazzikone. Im zuvor noch nie aufgenommenen Stück „Lost Thoughts“ verarbeitet Kühn seine erfolgreiche Geschichte an der Seite von Jazzlegende Coleman. Am 6. Februar 2019 wurde der Jazz-Baroness Pannonica (Nica) de Koenigswarter (1913 - 1988) mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie für ihren unermüdlichen Einsatz für den Jazz Tribut gezollt. Im Mittelpunkt standen Stücke von Musikern, welche Pannonica über viele Jahre mit Geld, Unterkunft, Rat und Freundschaft unterstützt hat und die ihr oft zum Dank eigene Kompositionen widmeten, so auch „Little Butterly“ von Thelonious Monk. Die New Yorker Sängerin Charenée Wade steht hier im Mittelpunkt, begleitet von Iiro Rantala, Dan Beglund und Anton Eger sowie der amerikanische Saxofon-Altmeister Ernie Watts. „Ein israelisches Power-Trio. Heavy Jazz!“, schreibt der Rolling Stone über Shalosh. Hört man das aufbrausende „After The War“ weiß man, warum: Rock und Indie-Jazz verbinden sich hier zu einer spannungsgeladenen Mélange. Der Geiger Adam Baldych ist ein begnadeter Virtuose und laut Stereo-Magazin „einer der technisch brillantesten Interpreten in der improvisierten Musik.“ „Longing“ von seinem Album „Sacrum Profanum“ ist eine sehnsuchtsvoll-melancholische Ballade, einfühlsam im Duo mit dem Pianisten Krzysztof Dys interpretiert. Auf „Painted Music“ entkleidet der Pianist Carsten Dahl konsequent Klassiker des Jazz-Repertoires und macht sich diese mit seinem ganz persönlichen Blick zu Eigen. Das bekannte traditionelle dänische Volkslied „Jeg gik mig ud en sommerdag“ gießt den Sommer in Noten und Klang. Zum Abschluss der Magic Moments 12 macht Nguyên Lê mit seinem Stück „Hippocampus“ das Thema der Compilation „One World Of Music“ noch einmal deutlich: Als musikalischer Wanderer zwischen den Kulturen verbindet der französische Gitarrist vietnamesischer Abstammung die Freiheit des Jazz mit Rock- und weltmusikalischen Einflüssen.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

4,90 €*
Onwards and Upwards
Shalosh - Onwards and UpwardsCD / Vinyl / digital Gadi Stern piano, rhodes & micro korg David Michaeli double bass Matan Assayag drums SHALOSH - hebräisch für Drei. Doch sagt dieser Name viel mehr aus, als das er nur auf ein Pianotrio verweist. Für die drei Israeli, den Pianisten Gadi Stern, Bassist David Michaeli und Schlagzeuger Matan Assayag ist SHALOSH mehr als nur eine Band, sondern ein Lebensprojekt. Oder wie Stern es sagt: “SHALOSH is not just a band, it’s an idea.” SHALOSH kennt keinen Leader, die Musik wird zusammen erdacht. Für die drei ist diese Band ihr Lebensmittelpunkt. Vertraut sind sie sich nicht nur in der Musik, sondern auch im Leben: Stern und Assayag sind Kindheitsfreunde und ihre gemeinsame Geschichte beginnt in Jerusalem, wo sie mit der Band ‘Enoma Elish’ erstmals von sich hören machten. Als die beiden dann 2014 SHALOSH gründeten und nach einem Bassisten suchten, stieß Michaeli im Teenageralter dazu. Seitdem sind die drei unzertrennlich, haben ihren Lebensmittelpunkt nach Tel Aviv verlagert, wo sie in der Nachbarschaft wohnen und sich fast täglich treffen. SHALOSH ist schon fast eine Familienangelegenheit. Diese intensive Beziehung hat SHALOSH zu einer eigenen musikalischen Vision verholfen. Zu Musik, wie sie nur möglich wird, wenn drei Jungs seit ihrem 16. Lebensjahr zusammen Songs schreiben. SHALOSH schwärmen für Nirvana, Brahms und The Bad Plus, und überspringen sämtliche Stilbarrieren. Sie sind Kinder der 90er und haben die Pop- und Rockmusik dieser Zeit assimiliert. Die Lautstärke des Rock und die Tanzbarkeit elektronischer Musik treffen auf die Sensibilität und den Gestaltungswillen studierter Jazz-Musiker. Von Einflüssen aus der klassischen Musik und des Mittleren Ostens ganz zu schweigen. SHALOSH macht Musik mit einer Sturm und Drang-Mentalität von Mitzwanzigern. Ihre sich ekstatisch steigernden Songs erzeugen eine spannungsgeladene Sogwirkung, wie ein wogendes, dann aufbrausendes Meer, das sich gleichwohl die Zeit nimmt, still zu stehen, um selbst in kontemplativer Schönheit zu baden. SHALOSHs Musik ist somit ein Abbild ihrer Heimat Tel Aviv, einer bunten, toleranten aber auch ungestümen Stadt. Hier werden Grenzen neu ausgelotet, Übermut gefeiert, aber mit dem beruhigenden Meer an den Füßen. „onwards and upwards“ drückt dieses Lebensgefühl aus, als ein Spiegelbild der Lebenswirklichkeit dreier junger Männer in Israel. „onwards and upwards“ startet gleich mit einem Paukenschlag: „After The War“ ist ein tief emotionaler Song von großer Aktualität. Gadi Stern: „Das Stück beschreibt den Wesenszustand eines Landes im Krieg. Vom schleichenden Beginn mit ihren selbstsüchtigen politischen Führern, die skrupellos und manipulativ agieren, über die explosive Stimmung kurz vor dem Ausbruch, bis hin zur Grausamkeit im Kriegszustand und schließlich dem melancholischen Nachwehen, wenn die Menschen realisieren, welches Unglück sie erfahren haben und wie sinnlos alles war.“ Als Israeli wissen SHALOSH genau, wovon sie sprechen. Aber das Stück ist keine Schwarzmalerei, denn es gibt Hoffnung für die drei, dass sich unsere Zivilisation zum Besseren wendet: „Das Stück heißt nach und nicht vor dem Krieg.“ Mit der Hommage „Tune For Mr. Ahmad Jamal“ würdigen sie einen großen Stilisten des Jazzpianos. Das Stück mit seinem swingenden Charakter fällt etwas aus dem Rahmen des Albums heraus, ist der SHALOSH-Sound doch grundsätzlich weit entfernt von jenem eines traditionellen Jazz-Piano-Trios. „Aber Jamals Trio hat uns stark beeinflusst und wir wollten ihm unbedingt Respekt zollen. Das Stück ist sehr verspielt und hat einen optimistischen Charakter. Genau das verbinden wir mit Jamals Musik.“ Eine Reminiszenz ist auch „Children of the 90´s“. Stern, Michaeli und Assayag werden hier nostalgisch und schwelgen in Erinnerungen an die Musik ihrer Jugend, indem sie den speziellen Sound und das Lebensgefühl dieser Ära in den SHALOSH-Kosmos überführen. Schließlich finden sich auch zwei Covernummern auf „onwards and upwards“. A-has „Take on Me“ und „You´ll Never Walk Alone“ aus dem Broadway-Musical „Carousel“ der 1940er Jahre. Der als Fußball-Hymne berühmt gewordene Song erhält in der rockigen, breakbeatartigen Instrumentalversion des Trios einen gänzlich anderen Charakter. Letztendlich ist „onwards and upwards“ ein großer postmoderner Spaß, und schließlich ein Statement dafür, dass es immer weiter geht, im Leben, unserer Welt und natürlich in der Musik. Oder wie Gadi Stern es sagt: „Wir ruhen uns nicht auf dem Erreichten auf, sondern wollen mit SHALOSH immer wieder neue musikalische Abenteuer zu erleben.“Credits: Recorded by Michael Dahlvid at Nilento Studio, Gothenburg (Sweden), October 31 to November 2, 2018 Mixed and mastered by Lars Nilsson Choir on Onwards And Upwards recorded by Kobi Farhi at Mitzlol Studios, Tel Aviv (Israel), November 19, 2018 Music composed, arranged and produced by SHALOSH, except otherwise noted

Ab 17,50 €*

Konzerte