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Tonbruket

Crossover war gestern! 

Musikalische Schubladen funktionieren nicht für die schwedische Soundfabrik Tonbruket um e.s.t. Bassist Dan Berglund und Gitarrist Johan Lindstöm.

Zusammen mit Martin Hederos, Mitglied der erfolgreichen Indierockband „The Soundtrack of Our Lives“, an diversen akustischen wie elektronischen Tasteninstrumenten und Schlagzeuger Andreas Werliin, entsteht eine einzigartiger Bandsound zwischen Jazz, Psychedelic Rock und Neo-Folk.

Oder einfach Tonbrukets ganz eigene Interpretation des Begriffs „Jazz“.

Veröffentlichungen

Dig It To The End
Tonbruket - Dig It To The EndCD / Vinyl / digital Dan Berglund double bass Johan Lindström acoustic & electric guitars, lap- and pedalsteel Martin Hederos piano, pumporgan, keyboards, violin Andreas Werliin drums, percussion Als im Januar 2010 „Dan Berglund’s Tonbruket“ erschien, war die Neugier groß, was wohl aus dem Bassisten des Esbjörn Svensson Trios geworden ist. Als „atemberaubend“ feierte Kulturnews das Album an der Schnittstelle zwischen Rock und Improvisation, und Jazz Thing stellte fest, dass Berglund mit neuer Band den Weg exakt dort fortsetze, „wo der Stern von e.s.t. verglühte." In Schweden wurde die rauschhaft rockige Soundfabrik mit dem GRAMMY als bestes Jazzalbum 2010 gewürdigt. Natürlich assoziierten die Menschen Tonbruket (schwedisch für „Tonfabrik“) in erster Linie als Band des langjährigen Bassisten von e.s.t. Und ohne Zweifel ist der Initiator der Formation damals wie heute für den Tonbruket-Stil prägend. Aber er ist es nicht allein, denn mit Gitarrist Johan Lindström, dem Pianisten Martin Hederos („Soundtrack Of Our Lives“) und dem Drummer Andreas Werliin („Wildbirds & Peacedrums“) hat sich von Beginn an ein Team zusammengefunden, dass hervorragend miteinander harmoniert und sich gegenseitig inspiriert. Die Evolution von Tonbruket als Band lässt sich auf „Dig it to the end“, der zweiten CD für ACT, eindrucksvoll nachvollziehen. Ein Konzeptalbum wie der Vorgänger, aber eine spürbare Fortschreibung des abenteuerlichen Bandsounds, der sich recht komfortabel zwischen allen Genres bewegt. Besonders Gitarrist Johan Lindström tritt auf dem neuen Album verstärkt ins Rampenlicht: „Schon bei unserer ersten Tour begann ich Songs zu schreiben, weil ich während der langen Busfahrten vor lauter Langweile fast die Wände hochgegangen wäre. Die probierten wir dann gleich während der Soundchecks aus.“ Was sehr gut funktionierte: „Johan war wirklich kaum zu bremsen. Aber in diesem Moment wusste ich definitiv, dass wir zueinander passten“, berichtet Berglund über den Arbeitseifer seines Bandkollegen. Das akribische Herausschälen von Details, verbunden mit den Erfahrungen als Liveband, schweißte die vier Musiker erst recht zusammen. Oder um es mit Johan Lindström auszudrücken: „Manchmal fühlte es sich an, als würden wir gemeinsam die Erde wegschaufeln, um das Herz, die Seele und die wahre Bedeutung eines jeden Songs freizulegen - Dig it to the end.“Aus Lindströms Feder stammen sechs der elf Tracks auf dem neuen Album. Schon mit 19 Jahren galt der Autodidakt als „first call musician“ und anerkannter Arrangeur in der schwedischen Studioszene. In seinen Hammarby Studios produzierte er über 30 Alben für Künstler wie Nina Kindert, Freddy Wadling und Anna Ternheim. Gemeinsam mit Elvis Costello arbeitete er für Anne Sofie von Otter und wirkt bei Per Texas Johansson mit, jener Formation, in der ihm vor elf Jahren auch Dan Berglund das erste Mal über den Weg lief. Bekanntheit erlangte Lindström jedoch vor allem durch den einzigartigen Sound seiner Pedal Steel Guitar, die sich auch längst zu einem Markenzeichen von Tonbruket entwickelt hat.Hinter einigen Titeln auf „Dig it to the end“ verstecken sich Geschichten. In dem aggressiven „Vinegar Heart“ zum Beispiel ließ sich Johan Lindström von „The God Of Small Things“, einer Novelle des indischen Schriftstellers Arundhati Roy, inspirieren, in der es um einen kleinwüchsigen, aufbrausenden Mann mit Hang zur Fernsehsucht geht. „Le Var“, einer der Schlüsselsongs von „Dig it to the end“, handelt von der Gegend um die französische Parfüm-Metropole Grasse und ergibt rückwärts gelesen das Wort „Ravel“. Damit huldigen Tonbruket Maurice Ravel, für sie neben Claude Debussy wegen dessen verwendeten Harmonien „der erste Jazzkomponist überhaupt“. Lindström nennt „Le Var“ außerdem „Tonbrukets Bolero“, allerdings ohne die klassische Taktung des Originals. Stattdessen unterlegen die Vier einen Mambo-Rhythmus. Neben Lindströms Kompositionen und zwei Berglund-Werken steuert auch Martin Hederos drei Stücke für das neue Album bei – ein Beleg für die Arbeit der Band als kreatives Kollektiv: „In jeden Song bringen sich alle ein, nicht bloß instrumental, sondern auch hinsichtlich der Ideen. Wir achten sehr darauf, dass Tonbruket als Band funktioniert.“ betont Berglund. Genau dieses Teamwork und der musikalische Background ihrer Individuen machen das Quartett so einzigartig. Mit ihrer stilistischen Offenheit, Klangvielfalt und Experimentierfreudigkeit bewegt es sich „out of the box“ irgendwo zwischen Jazz, Psychedelic Rock und Neo-Folk. „Tonbruket ist wie ein Anzug, der für uns alle passt“, fasst Dan Berglund das Selbstverständnis seiner neuen musikalischen Heimat zusammen. Mit „Dig it to the end“ ist die Tonfabrik erneut höchst produktiv geworden und befindet sich auf dem besten Weg zu einer neuen schwedischen Supergruppe. Credits: Recorded at Atlantis Studio in Stockholm by Janne Hansson and Hammarby Studio in Stockholm by Johan Lindström Mixed by Johan Lindström and Tonbruket Mastering at Cutting Room by Håkan Åkesson

Ab 17,50 €*
Masters of Fog
Tonbruket - Masters of FogCD / Vinyl / digital Dan Berglund double & electric bass Johan Lindström guitars, pedal steel guitar & keys Martin Hederos piano, synthesizers & violin Andreas Werliin drums, percussion & radio (on 2) Was lange währt, wird meistens gut… manchmal auch immer besser. Auf Tonbruket trifft dies zu. Seit nunmehr 10 Jahren machen die vier Schweden gemeinsam Musik und präsentieren nun ihr sechstes Album: Auf „Masters of Fog“ zündet die „Klangfabrik“, wie der Bandname ins Deutsche übersetzt heißt, eine musikalische Nebelkerze, die die Genres unscharf werden lässt. Ton-bruket geben sich dem Rausch und der Imagination der Sinne hin. Eine Achterbahnfahrt der Intensitäten und ständiger Wechsel der musikalischen Aggregatzustände - spannend und extrem packend. Passt in keine Schublade – und macht Spaß. Als Tonbruket 2009 gegründet wurde, galt es als Nachfolgefolgeprojekt des legendären Trios e.s.t., dessen Leader Esbjörn Svensson im Jahr zuvor unter tragischen Umständen tödlich verunglückt war. Bassist Dan Berglund brachte jene stilistische Offenherzigkeit und die explorative Neugier mit, die er als Mitglied von e.s.t. in den anderthalb Jahrzehnten davor um die Welt getragen hatte. Doch Tonbruket war von Anbeginn eine Formation von vier Gleichberechtigten mit unterschiedlichen musikalischen Hintergründen. Gitarrist und Multiinstrumentalist Johan Lindström beherrscht nahezu jedes Saiteninstrument aus dem Effeff. Er ist ein Tonpoet sondergleichen, ein musikalischer Caspar David Friedrich, dessen Reichtum an Klangfarben und Stimmungen keine Grenzen kennt. Keyboarder Martin Hederos hatte sich bereits einen Namen in The Soundtracks Of Our Lives, einer der prominentesten schwedischen Rockbands, erspielt. Im Duo mit dem Sänger Matthias Hellberg coverte er sich zudem auf zwei sehr introvertierten Alben aufsehenerregend durch die Rockgeschichte. Vierter im Bunde ist Drummer Andreas Werliin, der mit dem provokanten Vocal-Drums-Duo Wildbrids & Peacedrums europaweit für Furore sorgte und mittlerweile in Mats Gustafssons Trio Fire! eine packende Mischung aus Free Jazz und Hardcore zelebriert. Dass ein solcher Mix von Persönlichkeiten überhaupt funktioniert, liegt an dem Willen und der Fähigkeit aller vier Protagonisten, sich bedingungslos auf die Band einzulassen, ohne jemals dem eigenen Ego Vorschub zu leisten. Auf den Alben „Tonbruket“ (2010), „Dig It To The End“ (2011), „Nubium Swimtrip“ (2013), “Forevergreens” (2016) und „Live Salvation“ (2018) beschreiben die vier Überzeugungstäter eine Reise, die sich von den Quellen des Jazz ausgehend in ein Delta von Progrock, Americana, Psychedelic, nordafrikanischer Musik, Ambient, Trancemusic und Pop-Avantgarde erstreckt. Obgleich die Band keinen Frontmann im eigentlichen Sinne hat, sind Vergleiche mit Gruppen wie Radiohead oder The National angebracht. Den Stil von Tonbruket mit gängigen Genrebegriffen beschreiben zu wollen, ist nahezu aussichtslos. Tonbruket ist immer die Summe all dessen, was die einzelnen Mitglieder auf ihren Reisen aufgelesen haben, und doch stets das, was sie kurz zuvor noch nicht gewesen waren. So ist auch ihr sechstes Album „Masters of Fog“ gleichermaßen Bestätigung und Herausforderung. Ihr zehnjähriges Jubiläum nehmen sie nicht etwa zum Anlass für eine Rückschau, sondern sie erforschen mehr neues Terrain denn je. Versuchten sie auf allen bisherigen Alben einen stilistischen Erzählstrang durchzuhalten, wirkt „Masters of Fog“ wie eine Sammlung separater Kurzgeschichten, die trotzdem einen logischen Zusammenhang ergeben. Die Soundpalette ist noch vielfältiger geworden, und die Verquickung der vier Stimmen ist so komplex geworden, dass man die Masse der einzelnen Sounds kaum noch der jeweiligen Klangquelle zuzuordnen vermag. In Sachen Zusammenhalt hat die Band nochmal ein neues Energie- und Kommunikationslevel erreicht. Der bezwingende Groove, die Suche nach dem Neuen im Alten und der panoramahafte Sound sind zwar nach wie vor die Signaturen der Band, die sie vom ersten Ton an als Tonbruket erkennbar machen, aber die Mischung von Klängen, Melodien und Referenzen erscheint ganz neu. Berglund, Lindström, Hederos und Werliin wissen nicht nur genau, was sie können, sondern auch was sie wollen. „Masters of Fog“ klingt nach dem ebenso munteren wie selbstbewussten Aufbruch in eine Welt neuer Klangabenteuer, von der nicht einmal die vier Reisenden selbst wissen, wohin er noch führen wird.Credits: 01, 03 (part 1) & 09 recorded by Mikael Lyander at Sandkvie Studios. 02, 03 (part 2), 04, 06 & 11 recorded by Anton Sundell and Johan Lindström at Studio Bruket. 05, 07, 08 & 10 recorded by Janne Hansson at Atlantis Studio Strings on The Enders and Enter The Amazonas played by Kvarts: Alva Press and Matilda Norlöv (violin), Anna Rubinsztein (viola) and Erik Elvkull (cello). Arranged by Martin Hederos (The Enders part 1) and Johan Lindström (The Enders part 2/outro and Enter The Amazonas). Recorded by Janne Hansson at Atlantis Studio Sound effects on Enter The Amazonas by Anton Sundell Mixed by Johan Lindström and Tonbruket at Studio Bruket, except 01, 09 & 10 by Janne Hansson & Tonbruket at Atlantis Studio; 04 & 06 (intro) mixed by Anton Sundell at Studio Bruket Mastered by Henrik Jonsson at Masters of Audio Produced by Tonbruket

Ab 17,50 €*
Magic Moments 11
Magic Moments 1167 Minuten pures Hörvergnügen: Die elfte Ausgabe der beliebten Magic Moments bietet einen umfassenden Einblick in unsere neusten ACT-Veröffentlichungen mit Newcommern, ACT-Stars und echten Geheimtipps zum Sonderpreis. Unter anderem mit Michael Wollny, David Helbock, Vincent Peirani, Iiro Rantala, Joachim Kühn New Trio, Ida Sand, Lars Danielsson & Paolo Fresu und vielen mehr.Credits:Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

4,90 €*
Live Salvation
Tonbruket - Live SalvationCD / digital Dan Berglund double bass Johan Lindström guitar, pedal steel Martin Hederos piano, synthesizers, violin Andreas Werliin drums Ein Konzert-Erlebnis, das dokumentiert werden musste… Tonbruket legen ein fulminantes Livealbum vor: „Live Salvation“ zeigt das schwedische Quartett in einer Dynamik, wie es ihre Studioaufnahmen kaum vermochten: von einer träumerischen Folk-Sensibilität über eine verspielte Jazz-Attitüde bis hin zu einem unbarmherzigen Rock-Temperament. „Die Interaktionen der Musiker sind perfekt auf einander abgestimmt. Keiner scheint ein Solo zu spielen, während es in Wirklichkeit alle zugleich tun. Das Team ist der Star“, schreibt die Eßlinger Zeitung im begeisterten Nachbericht über das Stuttgarter Tonbruket-Konzert im Jazzclub Bix, das nun auf CD dokumentiert ist. Nach fast einer ganzen Dekade zusammen darf man als Band schon einmal zurückblicken. Im Falle von Tonbruket auf vier viel beachtete Studioalben auf ACT, jedes von ihnen mit dem schwedischen Grammy ausgezeichnet, und unzählige Tourneen – all das in unveränderter Besetzung. Keine Selbstverständlichkeit auch in der schwedischen Musikszene. Doch Dan Berglund, Johan Lindström, Martin Hederos und Andreas Werliin sind über all die Jahre miteinander zu einer Einheit zusammengewachsen, die groovt wie eine perfekt geölte Maschine (Tonbruket heißt auf Deutsch: Klangfabrik) und doch zu ungeahnt poetischer Leichtigkeit fähig ist. „Salvation“, das heißt so viel wie Seelenheil. Diese vier Schweden spielen nicht bloß, weil sie es schon immer getan haben, weil sie sich schon in Teenager-Jahren in Punkbands ausgetobt haben und Musik studiert haben. Sie treten auf, weil es ihr ein und alles ist, weil davon ihre physische wie psychische Gesundheit abhängt. Schon der Bandgründung 2009 durch Dan Berglund und Johan Lindström ging ein traumatisches Erlebnis voraus: der plötzliche Tod des Pianisten Esbjörn Svensson am 14. Juni 2008, Berglunds bis dahin engsten musikalischem Vertrautem, der die Erfolgsgeschichte des Trios e.s.t. jäh stoppte. Wer Tonbruket einmal bei einem Konzert erlebt hat, hat bereits eine Ahnung davon, was ihn auf diesem Album erwartet. Fast alle Songs sind deutlich länger als die bis ins feinste Detail ausgetüftelten Studioversionen, und nehmen sich Zeit für Soli, die so songdienlich sind, dass sie sich nie wie Soli anfühlen. Bei einem Tonbruket Gig mag man sich zurücklehnen und die Augen schließen, um sich ganz den wundersam träumerischen Klängen hinzugeben, und wird im nächsten Moment von einem erbarmungslosen Sound attackiert, der mit Progressive nur sehr unzureichend beschrieben ist. Avantgarde-Folk trifft auf psychedelischen Jazz trifft auf Progressiver Rock. „Wie die Musiker akustische und elektrische Instrumente verweben, ist allerfeinstes Kunsthandwerk“, schrieb der Stern. Tonbruket spielten in Stuttgart Musik ihrer letzten drei Alben und fügen jedem dieser acht Songs eine besondere Live-Note hinzu. Dem erdenschweren „Dig It To The End“ verleiht das swingende Honky-Tonk-Piano von Martin Hederos unerwartete Beschwingtheit. „Nightmusic“ ist mit zwölf Minuten gar fast doppelt so lang wie zuvor, in den langen Keyboard-Passagen zeigen Tonbruket eine Pink-Floyd-artige Verspieltheit, die wiederum in Bass-Soli von Bandgründer Dan Berglund münden, begleitet von der geisterhaft raschelnden Percussion Andreas Werliins. Zum Abschluss bietet das 14-minütige „Vinegar Heart“ einen sagenhaften Trip, der vom Abgrund in lichte Höhen führt. Und wieder zurück. Was mit dubbigen Noise-Momenten beginnt, wird mit der jaulenden Pedal-Steel-Gitarre von Johan Lindström zu einer sanftmütigen Reise durch die Appalachen. Wie es die Kölnische Rundschau einmal in einer Konzertkritik treffend schrieb: „Ein Abenteuertrip durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Passt in keine Schublade – und macht Spaß.“Credits: Recorded live in concert by Åke Linton at Bix Jazzclub Stuttgart, November 17, 2016 Mixed by Tonbruket and Anton Sundell at Studio Bruket Mastered by Henrik Jonsson at Masters of audio * from the album Forevergreens, ACT 9811-2 ** from the album Nubium Swimtrip, ACT 9558-2 *** from the album Dig it to the end, ACT 9026-2 Produced by Tonbruket Cover art by Jesper Waldersten: Salvation, 2017 with the kind permission of the artist

17,50 €*
Fahrt ins Blaue
Various Artists - Fahrt ins BlaueCD / digitalOn Fahrt ins Blaue, atmospheric soundscapes pass by: organic, dynamic, virtuosic, and smooth. The compilation floats effortlessly between electronic textures and acoustic jazz. The journey begins. Time seems to stand still at first: A breeze from Sardinia drifts through a mysterious Asian world (“Lacrima Christi”). The sound cosmos of trumpeter Paolo Fresu and guitarist Nguyên Lê is hypnotic and directionless. A groove sets in — a simple piano melody floats on the surface (“Ironside”): chill-out jazz with blue notes by the master of atmosphere, Lars Danielsson. The Fahrt ins Blaue continues with “Germany’s coolest drummer” (ARD ttt), Wolfgang Haffner, and his drum & bass-inspired ambient jazz (“Shapes”). Pianist and sound tinkerer Bugge Wesseltoft offers insight into his “New Conception of Jazz” (“Existence”). Things become weightless with Jacob Karlzon’s electro-acoustic piano trio jazz (“Bubbles”). The Esbjörn Svensson Trio takes us on a summery, joyful joyride with their virtuoso fun-hit “Spam-Boo-Limbo.” Things take a quirky turn when Clint Eastwood rides across the soundscape in “Ecstasy of Gold”, from the Western classic The Good, the Bad and the Ugly, in a jazzed-up version by Swedish jazz cowboys Oddjob. That feeling of cool summer rain on your skin is evoked by Ida Sand with her haunting cover of the Eurythmics’ “Here Comes The Rain Again.” And Nils Landgren’s Funk Unit meets us with a funked-out, laid-back take on an ABBA classic (“Gimme! Gimme! Gimme!”). We make a relaxed stop with Annette Humpe’s McJazz. With charm and a wink, she serves up “Coffee & Tea.” Nu jazz, minimal electro, and lounge pop intertwine in a unique blend crafted by keyboardist and multi-instrumentalist Roberto Di Gioia. On “Yelloworange,” he’s joined by saxophonist Johannes Enders. In a moving and elegiac homage, Dan Berglund’s Tonbruket remembers the late Esbjörn Svensson — the shining star of European jazz who passed away in 2008 — with “Song For E,” before the Fahrt ins Blaue ends with the Michael Wollny Trio: “Questions In A World Of Blue.”Credits: Compilation produced by Marco Ostrowski Mastered by Klaus Scheuermann  

12,90 €*
Forevergreens
Tonbruket - ForevergreensCD / Vinyl / digital Tonbruket are: Dan Berglund double bass Johan Lindström guitar, pedal steel, keyboards Martin Hederos piano, synthesizers, violin Andreas Werliin drums Guests: Ane Brun spoken words (01), voice (03) Per Texas Johansson bass clarinet Anna Högberg baritone saxophone Martin Holm tenor saxophone (11) Die schwedische Band Tonbruket hat sich über drei Alben die Reputation von unerschrockenen Gratwanderern zwischen progressivem Rock, avantgardistischem Folk und scheuklappenfreiem Jazz erspielt. Möglich war das, weil in dem Quartett vier Individualisten zusammenkamen, die sich in verschiedenen Kontexten bereits einen Namen erspielt hatten und ihre Erfahrungen hier neu montieren konnten. Bassist Dan Berglund hatte im Esbjörn Svensson Trio den Jazz neu erfunden, Gitarrist Johan Lindström ist eine flexibel einsetzbare Wunderwaffe auf allen nur denkbaren Saiteninstrumenten, Keyboarder und Geiger Martin Hederos gehört zu „The Soundtrack Of Our Lives“, einer der bekanntesten schwedischen Rockbands, und Drummer Andreas Werliin tritt mit Bands wie „Fire!“ und „Wildbirds & Peace Drums“ verschiedene Pfade von Song- und Free-Avantgarde aus. Die ersten drei Alben von Tonbruket beschreiben eine durchgängige Reise. „Tonbruket“ (2009), „Dig It To The End (2010) und „Nubium Swimtrip“ (2013) ergeben ein untrennbares Kontinuum, auf dem die Band konsequent eine Tendenz von herkömmlichen Jazzformaten in Richtung instrumentalen Rock beschreibt. Am Anfang des neuen Albums stand das Ende einer Schaffensphase. Nach ihrem letzten Road Trip „Nubium Swimtrip“ verordneten sich Berglund, Lindström, Hederos und Werliin eine Auszeit. Der Grund lag beileibe nicht darin, dass die Band ausgebrannt gewesen wäre, sondern im Gegenteil, es gab einfach zu viel zu tun. Jeder der vier Musiker ist in zahlreiche externe Projekte involviert, wovon wiederum die Gruppe als Ganzes profitiert. Doch diese anderen Vorhaben wollen eben auch gepflegt werden. Vor allem Andreas Werliin wollte sich stärker auf seine Bands „Fire!“ und „Wildbirds & Peace Drums“ konzentrieren. Berglund, Lindström und Hederos nahmen indes den Auftrag an, die Musik für eine Inszenierung am Royal Dramatic Theatre Stockholm beizusteuern, die auf einem Film des finnischen Regisseurs Kaurismäki-basiert. Passend zur Ästhetik des Stückes besetzte die Band die musikalischen Ränder unter anderem mit einigen Tangos und Polkas, die ihnen neue Anknüpfungspunkte gaben. Vollgeladen mit diesen Impressionen fanden sie sich schließlich wieder mit Werliin unter dem Banner von Tonbruket zusammen, um ganz neue Musik zu erfinden. Das vierte Album ist ein kompletter Neuanfang. Einige Stücke sind extrem leise, romantisch, akustisch verjazzt, während andere den Progrock als Absprungbrett benutzen, um sich nahe dem Heavy Metal zu positionieren. Es geht stets um Kontraste. Das Ziel ist nicht vorgegeben. Jeder der vier Musiker trägt diese kollektive Mitte in sich, sodass sich das Epizentrum, von dem der jeweilige Impuls ausgeht, stetig verschieben kann. Das passiert ganz von selbst, muss nicht ständig durch ein verordnetes Konzept manifestiert werden. Die Stücke können in Form, Intensität und Traditionsbezug noch so unterschiedlich sein, sie richten den Fokus dennoch immer wieder aufs Neue nicht nur auf einen bestimmten Aspekt, sondern auf die Band als Ganzes. Tonbruket waren schon immer unkategorisierbar gewesen, doch auf „Forevergreens“ lassen sie sogar diese Unkategorisierbarkeit hinter sich zurück. Stattdessen leben sie Gegensätze aus, Kontraste zwischen einzelnen Stücken, Tempi, Stimmungen, Verweissystemen und – ja auch – Klischees. Es ist die lauteste und die leiseste Platte, die sie bisher gemacht haben. Nie zuvor haben sie sich so sehr dem Jazz angenähert und gleichzeitig so weit von ihm entfernt. Das übliche Bild von der Achterbahnfahrt der Intensitäten, bei der man in schnellen Parts Schwung holt, um durch die Balladen zu kommen, ist hier unzutreffend. Es ist ein natürlicher und oft schroffer Wechsel der musikalischen Aggregatzustände. Die Reihe der Überraschungen beginnt damit, dass die populäre norwegische Pop-Diva Ane Brun, deren Backing-Band Tonbruket seit einiger Zeit ist, die Band im Intro vorstellt. Die Tour der Kontraste geht mit dem postrockigen „Mano Sinistra“ weiter, setzt sich mit federleichten Jazz-Tunes wie „Sinkadus“, in dem abermals Ane Bruns Stimme erklingt, oder „Music For The Sun King“ fort, gipfelt in tonnenschweren Krachern wie „Tarantella“ oder „Linton“ und klingt mit dem zwischen Klezmer, Folk und Tango changierenden „Polka Oblivion“ aus, bei dem Hederos zum Sänger auf der Geige wird, und Per Texas Johansson Bassklarinette und Martin Holm Tenorsaxofon spielen. Es spricht einiges dafür, die Musik auf „Forevergreens“ Jazz zu nennen. Wer es instrumentalen Rock oder Folk Avantgarde nennen will, liegt sicher auch nicht falsch. Am überzeugendsten ist jedoch das Sub-Genre, das Johan Lindström für seine Reise an die Ränder gefunden hat. Er nennt es schlicht und ergreifend Musik.Credits:Recorded by Åke Linton at Clouds Hill Recordings, Hamburg, Aug. 25 - 29, 2015 Mixed by Janne Hansson & Tonbruket at Atlantis Studio in Stockholm Mastered by Björn Engelmann at Cuttingroom Studios, Stockholm Produced by Tonbruket

Ab 17,50 €*
Nubium Swimtrip
Tonbruket - Nubium SwimtripCD / Vinyl / digital Dan Berglund double bass Martin Hederos piano, keyboards, violin Johan Lindström guitar, pedal steel, keyboards, piano Andreas Werliin drums & percussion Special Guest on Liga: Magnus Holmström Nyckelharpa (key fiddle) Crossover war einmal, die Zukunft heißt Tonbruket!Zeiten ändern sich. Waren Begriffe wie Jazz, Rock, Improvisation oder elektronische Musik einst Prädikate, mit denen Musiker Stellung beziehen, sich abgrenzen konnten, haben sich die ehemaligen Demarkationslinien im Informationszeitalter längst aufgelöst. Heute kommt es darauf an, über den eigenen Horizont hinauszublicken. Wer ist in der Lage, das weiteste Panorama zu entwerfen, die meisten Idiome auf seine individuelle Sprache zu vereinen, den immer schneller wechselnden Trends mit einer Vielzahl künstlerischer Referenzen zu trotzen und dennoch stets ein Bündel alternativer Klangentwürfe parat zu haben? Womit sich die Mitte Europas noch ein wenig schwer tut, wird uns in Skandinavien längst eindrucksvoll vorgemacht. Norwegische und schwedische Musiker sind Meister der genreübergreifenden Punktlandung. Eins der versiertesten Beispiele dieser innovativen Bewegung ist das schwedische Quartett Tonbruket. Nach dem künstlerischen Überraschungserfolg der ersten beiden Alben „Tonbruket“ (2009) und „Dig It To The End“ (2010) setzt die abenteuerlustige Band ihre Expedition ins Niemandsland zwischen verschiedensten Strömen von Jazz, Rock, elektronischer und traditioneller Musik auch auf ihrem dritten Album „Nubium Swimtrip“ fort. Den vier Musikern geht es jedoch keineswegs um einen wie auch immer gearteten Crossover, sondern um lustvolle Verinnerlichung. Melodien, Bilder, Motive, Rhythmen und Klänge durchmischen sich im offenen Meer. Jeder Versuch, dieses Freispiel auf der gängigen Genre-Landkarte zu verorten, muss scheitern, denn jeder Song bietet neue Ansatzpunkte. Aus der Urmasse von Tonbruket lassen sich ebenso viele mögliche Stile ableiten, wie Einflüsse nötig waren, um in dieser ebenso eindringlichen wie explosiven Mischung zu kulminieren. Das schwedische Wort Bruket bedeutet so viel wie Hütte, Fabrik, Verwendung oder Gebrauch. Mit anderen Worten, Tonbruket stellt Musik her, gibt dem Klang aber auch ein Zuhause. Besser kann man es nicht fassen. Chef-Tonfabrikant ist Bassist Dan Berglund, der bereits auf eine lange Laufbahn zurückblicken kann. Ursprünglich als Rock-Gitarrist unterwegs, war er von 1993 bis 2008 im e.s.t., dem Esbjörn Svensson Trio aktiv. Pianist Svensson machte vor, wie man sich der Jazz-Polizei erfolgreich entziehen konnte und kämpfte effektiv gegen das eigene Image als virtuoser Jazz-Romantiker an. Im Bermuda-Dreieck von Kreativität, Poesie und Renitenz öffnete e.s.t. dem Jazz einen riesigen Kanon neuer Spiel-, aber auch Präsentations- und Hörmöglichkeiten. Durch seinen frühen Tod blieb Svenssons Mission unvollendet. Doch bereits ein Jahr nach dem Ende von e.s.t. gründete Dan Berglund Tonbruket und fand mit dieser Band einen ganz eigenen Weg, sich über die Vorgaben eines willkürlich segmentierten Marktes hinwegzusetzen. Seine Erfahrungen als Rock-Gitarrist waren ihm dabei von großem Nutzen. Deutscher Krautrock, Bands wie Pink Floyd und Radiohead, Americana à la Bill Frisell, Ambient und analoge elektronische Musik standen Pate für ein musikalisches Bauwerk, das sich wie eine gigantische Kathedrale aus purer Naturerfahrung ausmacht. Seine Mitspieler suchte sich Berglund nicht etwa in der schwedischen Jazz-Szene, sondern in eben jenem Pool stilistischer Allrounder, zu denen er sich mit Tonbruket seinerseits zugehörig fühlte. Pianist Martin Hederos war nicht nur Mitglied in der populären schwedischen Rockband The Soundtracks Of Our Lives, er krempelte auch in dem Duo Hederos & Hellberg auf denkbar intime Weise die komplette Rockgeschichte um. Drummer Andreas Werliin ist mit seinem Duo Wildbirds & Peacedrums ein prominenter Mittler zwischen griffigem Alternative Rock und spontaner Improvisation. Saitenmagier Johan Lindström, dessen Erfindungsreichtum auf sechs Saiten bestenfalls mit Bill Frisell vergleichbar ist, gilt als schwedische Allzweckwaffe für jeden erdenklichen musikalischen Kontext, in dem eine Steel oder Slide Guitar, Mandoline, Dobro oder sonst ein besonderes gitarrenartiges Instrument benötigt wird. Tonbruket besteht aus vier extremen Individualisten, die sich hier zu einer einzigartigen kollektiven Identität zusammenfinden. Der Sound auf „Nubium Swimtrip“ lebt einmal mehr von den packenden Grooves Berglunds und Werliins, von den zentrifugalen Gitarrensounds Lindströms und Hederos’ gravitätischen Keyboard-Flächen, am meisten jedoch vom verschworenen Zusammenspiel all dieser Komponenten. Mehr als auf den ersten beiden Alben werden Kontraste und Konturen herausgearbeitet. Laut und leise, opulent und reduziert, traditionell und visionär stehen sich gegenüber und finden immer wieder zu neuer Einheit. Tonbruket ist die organischste Lösung scheinbar gegensätzlicher Prinzipien der Musik. Die Band um Dan Berglund steht für die Klangerfahrung der Gegenwart, die von Hektik und Stress, aber auch unbändiger Sehnsucht nach Ausgleich, Harmonie und Frieden geprägt ist. Die Füße auf der Erde, streckt die Band die Hände nach dem Universum aus. „Nubium Swimtrip“ ist nach dem Mare Nubium, einem der sieben großen Moondmeere, betitelt. Tonbruket verlassen mit diesem Album den Erdkreis und nehmen den Hörer mit auf eine galaktische Umlaufbahn, von der er dann samt Band geläutert in den irdischen Alltag zurückkehren kann. Eine Erfahrung der besonderen Art.Credits: Produced by Johan Lindström & Tonbruket Recorded at Abbey Road Studios, London Cover Artwork: oil painting by Jesper Waldersten

Ab 17,50 €*
Tonbruket
"Mit Tonbruket setzt Dan Berglund den Weg exakt dort fort, wo der Stern von e.s.t. verglühte." JAZZTHING

17,50 €*

Konzerte